Team im Krankenhaus

Historisches Archiv der Henriettenstiftung

Es liegt in der Natur einer mehr als 150 Jahre alten Institution, dass sie sich auch über ihre Geschichte definiert.

Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entschloss sich der Vorstand der Henriettenstiftung dem dadurch Rechnung zu tragen, dass der vorhandene Bestand an Akten und Urkunden, Bildern und Tonträgern zentral zu erfassen, zu bewahren und zugänglich zu machen sei. Seit 1992 ist der Historiker Andreas Sonnenburg für das Archiv der Henriettenstiftung verantwortlich gewesen.

Seit Anfang 2018 ist das historische Archiv der Henriettenstiftung Teil des DIAKOVERE-Archivs.

Der Bestand umfasst im Wesentlichen

  • Schwesternakten
  • Akten des Vorsteherbereiches seit dem Jahre 1943, darin Akten der Außenstationen
  • Jahresberichte seit 1861
  • Tonträger mit Aufnahmen von Veranstaltungen seit den 1960er Jahren
  • Fotos unterschiedlicher Provenienz, die zum Teil bis in die 1870er Jahre datierbar sind
  • Autographen und Urkunden
  • Monatsschreiben, Schwesternrundbriefe.
  • Blätter aus dem Henriettenstift

 

Ein hervorzuhebender Teil des Bestandes sind die Blätter aus dem Henriettenstift (seit 1868) und die Schwesternrundbriefe (seit 1876). Da der ursprüngliche Aktenbestand, der sich im Haus an der Marienstraße befand (damals Misburger Damm), in der Nacht des 9. Oktobers 1943 vernichtet worden war, stellen diese Dokumente – besonders die internen Schwesternrundbriefe oder Monatsschreiben – wichtige Quellen für die Forschung über die ersten Jahrzehnte einer großen diakonischen Einrichtung dar.

Interessant sind hierbei die unterschiedlichen Funktionen dieser regelmäßigen Veröffentlichungen. Die Blätter, zuerst Blätter über und für die Diaconissensache, waren eine frühe Form der Öffentlichkeitsarbeit, sie dienten der Außendarstellung und richteten sich an Freunde des diakonischen Gedankens. Die Schwesternrundbriefe oder Monatsschreiben, verfasst von Vorsteher Johannes Samuel Büttner, später auch von Oberin Anna Forcke, hatten die Aufgabe, die Bindung zwischen Mutterhaus und den Schwestern in den Außenstationen aufrecht zu halten: Fünfzig Jahre nach Gründung waren 569 Schwestern in fünfzig Krankenhäusern und 108 Gemeinden tätig! 


Das DIAKOVERE-Archiv ist Mitglied im Verband kirchlicher Archive.


Wichtig: Im Historischen-Archiv werden keine Kranken-, Bewohner- oder Schulakten und keine Personalakten erfasst. Diese Akten unterliegen gesetzlichen Aufbewahrungsfristen, in denen sie in den einzelnen Geschäftsbereichen aufbewahrt werden. Danach werden sie kassiert, das heißt fachkundig unter datenschutzrechtlichen Bedingungen entsorgt.


Ihr Ansprechpartner für das DIAKOVERE-Archiv


Weitere Informationen

wichtige Persönlichkeiten aus der Gründungszeit der Henriettenstiftung

Die Stiftungsurkunde

Ernennungsurkunde Oberin Emmy Danckwerts

200. Geburtstag der Königin Marie von Hannover


Wichtige Veröffentlichungen zur Geschichte der Henriettenstiftung

Biografien der ersten drei Oberinnen der Henriettenstiftung Emmy Danckwerts, Anna Forcke, Marie Fromme
von Stefanie Rieke, anlässlich des 60. Geburtstages der Oberin Erika Krause am 23. November 1994.  

Die Jahre 1933 - 1945 im Spiegel der „Blätter aus dem Henriettenstift“ und der „Schwesternrundbriefe“
veröffentlicht in: Caritas und Diakonie in der NS-Zeit. Beispiele aus Niedersachsen, Hrsg. Hans Otte, Thomas Scharf-Wrde, Hildesheim Zürich New York 2001.

Die Vermittlung der nationalsozialistischen Ideologie an die Schwesternschaft der Henriettenstiftung
veröffentlicht in der eigenen Broschüre "Vorträge zur Geschichte".

Die Evangelische Kirche, die Innere Mission und ihre Stellung zu Sterilisation /Zwangssterilisierung während der Zeit des Nationalsozialismus


Links zu anderen Archiven

 

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