Auszubildende im DIAKOVERE Fachschulzentrum

Ausbildung in der Ergotherapie

staatliche Regelungen der Ausbildung

Ablauf der schulischen Ausbildung

Das Lernfeldkonzept

Kooperationspartner während der schulischen Ausbildung

Studienmöglichkeiten

Ergotherapie - Neue Entwicklungen

Fakten zur Ausbildung


Staatliche Regelungen

Die Ergotherapieausbildung wird durch das Berufsgesetz (Ergotherapeutengesetz) und dessen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung (ErgTh APrV vom 02.08.1999) für das gesamte Bundesgebiet geregelt. Der Bund schreibt vor:

  • welche Fächer in welchem Stundenumfang zu unterrichten sind
  • Dauer und Fachgebiete der praktischen Ausbildung
  • die Staatliche Abschlussprüfung

Die Kultushoheit der Länder ermöglicht diesen, darüber hinausgehende Regelungen zu treffen. Für Niedersachen bedeutet dies, dass für die Berufsfachschule-Ergotherapie auf der Grundlage der niedersächsischen Verordnung über Berufsbildende Schulen (BbS-VO) und deren ergänzende Bestimmungen (EB-BbS-VO) eigene Rahmenrichtlinien gelten. Die Rahmenrichtlinien, die 2000 erstellt wurden, beinhalten vier Lernfelder mit empfohlenen Zeitrichtwerten, die von den einzelnen Schulen in Lernsituationen konkretisiert werden. Weitere Regelungen der BbS-VO beziehen sich u.a. auf die Prüfungen, Leistungsnachweise, Konferenzen, Fehlzeiten, Arbeits- und Sozialverhalten.

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Ablauf der schulischen Ausbildung in der Berufsfachschule Ergotherapie im Annastift

Die 3-jährige Ausbildung zur Ergotherapeutin/zum Ergotherapeuten umfasst insgesamt 2700 Unterrichtsstunden am Schulort und 1700 Zeitstunden praktische Ausbildung in ausgewählten Einrichtungen außerhalb der Schule.

Theoretische und praktische Ausbildung sind eng miteinander verzahnt und verteilen sich über die gesamte Schulzeit.

Ein erstes fünfwöchiges Basispraktikum liegt am Ende des 1. Schuljahres. In diesem Praktikum sollen die Schüler/innen mögliche Arbeitsfelder der Ergotherapie kennen lernen, sich in der Kontaktaufnahme und Beobachtung schulen und erste Befundungsinstrumente nutzen. Im zweiten und dritten Schuljahr folgen dann vier fachpraktische Einsätze mit den Schwerpunkten psychosoziale, arbeitstherapeutische, neurophysiologische, neuropsychologische und/oder motorisch-funktionelle Behandlungsverfahren. Die Ausbildungsverordnung gibt vor, dass jeder Schüler während seiner Ausbildung einmal mit Kindern oder Jugendlichen, mit Erwachsenen und mit älteren Menschen gearbeitet haben muss.

Die Lernenden werden vor Ort von einem ausgebildeten Ergotherapeuten mit ausreichender Berufspraxis angeleitet. Hinzu kommt die regelmäßige Betreuung (u.a. Supervision, direkte Beobachtung von Therapiesituationen mit anschließender Reflexion) von Seiten der Schule durch Lehrkräfte,
die für den entsprechenden Fachbereich spezialisiert sind. Die Praxisplätze werden von der Schule gestellt.

Die Ausbildung schließt mit den schriftlichen, praktischen und mündlichen Prüfungen ab und berechtigt zur Führung der Berufsbezeichnung "Ergotherapeut/in".

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Das Lernfeldkonzept

Lernfelder bilden thematische Einheiten, die sich auf die gesamten beruflichen Anforderungen und Aufgabenstellungen der Ergotherapeutin/des Ergotherapeuten beziehen. Ausgangspunkt sind berufliche Handlungsfelder und -situationen, also das was Ergotherapeuten konkret in der Praxis tun wie z.B. menschliche Betätigung analysieren und evaluieren oder ergotherapeutische Behandlung planen. In den Lernsituationen eignen sich die Schüler anhand von Fallbeispielen bzw. Fallsituationen die Inhalte und
Kompetenzen an, die für die Lösung ihres Falles relevant sind.

Lehrerteams unterstützen sie dabei. Ziel des Lernfeldkonzeptes ist, dass jeder Schüler am Ende der Ausbildung größtmögliche berufliche Handlungskompetenz erworben hat.  

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Kooperationspartner während der schulischen Ausbildung

Wir arbeiten mit vielen Einrichtungen, in denen unsere Schüler ihre fachpraktische Ausbildung absolvieren und damit mit vielen Praxisanleitern über viele Jahre sehr erfolgreich und verbindlich zusammen. Dies bedeutet, dass wir auch die Stellen für die praktische Ausbildung bereit stellen. Darüber hinaus kooperieren wir mit den
anderen Ausbildungsgängen des Fachschulzentrums und mit dem Diakoniekolleg Hannover gGmbH (Das Diakonie-Kolleg ist eine gemeinnützige Tochtergesellschaft des Annastiftes und des Stephansstiftes). Wir
nutzen Synergieeffekte, unterstützen uns gegenseitig bei konzeptionellen Weiterentwicklungen und bei der Verwirklichung unseres Leitbildes.

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Studium

Schon während der schulischen Ausbildung können Sie sich für das weiterführende Studium an der Fachhochschule HAWK in Hildesheim anmelden. Sie haben dann Gelegenheit bereits einige Vorlesungen zu
besuchen und Scheine zu machen. Im Anschluss an die schulische Ausbildung und mit der staatlichen Anerkennung zum/r Ergotherapeut/in können Sie dann noch 3 Semester Vollzeit in der HAWK studieren und den Abschluss Bachelor of Science Occupational Therapy erhalten.

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CPPF - Canadian Practice Process Framework

Der Paradigmenwechsel ist auch in der Ausbildung angekommen. Daher nehmen wir die klientenzentrierte und betätigungsorientierte Ergotherapie in der Ausbildung ernst. Große Teile der Ausbildung orientieren sich an das CPPF.

Artikel: "Ein roter Faden in der Therapie"

Mit freundlicher Genehmigung des Thieme Verlags  

PDF-Download

www.thieme.de/ergopraxis


Weitere Informationen zur Ausbildung Ergotherapie

Kursgröße
1 Klasse à 24 Lernende

Ausbildungsbeginn
jeweils zum 1. August

Kosten
180 Euro/Monat

Qualität
Unsere Ausbildungsgänge werden regelmäßig nach DIN EN ISO 9001: 2008 zertifiziert. Das Zertifikat wurde am 27.01.2016 bestätigt. 
Download PDF

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