Eine Auszubildende der Heilerziehungspflege

Eine inklusive Mahlzeit

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Die Linie 5 bekommt einen Hochbahnsteig und macht die BewohnerInnen mobil. Zum Dank wird gekocht!

Es duftet bereits herrlich nach Steak und Bratwurst auf dem Flur, als die drei Bauarbeiter Gerald Fitz, David Stein und Dominik Hanninger die Küche betreten. Alle drei arbeiten am Hochbahnsteig für die Haltestelle Großer Hillen (Kirchrode), um dort endlich ein barrierefreies Eingestiegen zu ermöglichen. Die Küche gehört zu einer naheliegenden Wohngruppe. 16 Menschen mit Behinderungen leben hier zusammen. DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen betreut wird. Bereits zum sechsten Mal, seit Ende April, haben dort Bewohner mit der Unterstützung von drei Lernenden der Heilerziehungshilfe mit dem Schwerpunkt Inklusion für die Tiefbauarbeiter gekocht.

„Eigentlich wollten wir für die Bauarbeiter als Dankeschön grillen, aber das Wetter hat uns nach drinnen gezwungen, erzählt die Lernende Karina Gründer. Zusammen mit Ihren Mitschülerinnen Sagana Sivarajah und Alessa Dietrich betreut Sie das Projekt im Rahmen ihres Examens. Die Idee stammt jedoch von einer Bewohnerin selbst. „Wenn das fertig ist, können wir endlich mit der Linie 5 in die Stadt fahren, ohne große Umwege. Wir wollten uns bei den schwer arbeitenden Männern erkenntlich zeigen“, erläutert Anja Helm. Die Heimleitung war von der Idee begeistert und stellte ein Budget von 250 Euro zur Verfügung.

Die schwer arbeitenden Männer fanden ausschließlich lobende Worte für das Projekt. „Das Essen in den letzten Wochen war einfach fantastisch“ erklärt Gerald Fitz bevor er sich weiter seinem Steak widmet. In den vergangen sechs Wochen stand für die Bauarbeiter eine Reispfanne, Würstchen mit Kartoffelsalat, Frikadellen und eine Kartoffelsuppe auf dem Speiseplan. Letztere kommentierte Tiefbauarbeiter David Stein mit den Worten „ Die war wirklich einwandfrei!“ und einem zufriedenem Grinsen. „Unsere Gäste waren aber auch sehr nett. Sie werden uns schon ein bisschen Fehlen“ antwortete Martin Knote auf die lobenden Worte. Denn die sechste gemeinsame Mahlzeit ist vorzeitig auch die letzte. „Wir werden sehen, was sich da machen lässt, sagt Sivarajah. Vielleicht sind ja neue Lernende verfügbar, die weiterkochen möchten. 

 
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