Projekt: Schülerfirma "Bildungsbrücke"

Seit 2013 betreibt der Ausbildungsgang i-HEP des DIAKOVERE Fachschulzentrums die Schülerfirma "Bildungsbrücke". Das Bild der Brücke steht symbolisch für die unterstützte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und den Weg in eine inklusive Gesellschaft. 

Bildung wird offen verstanden als Angebot neue Erfahrungen in das eigene Leben zu integrieren und soll insbesondere für die Bewohner des Wohn- und Betreuungsbereichs unseres Kooperationspartners "Annastift Leben und Lernen" neue Erfahrungswelten eröffnen.  Die Angebote, die vom Trommelworkshop über Schnitzeljagt bis zum DJ-Probenachmittag reichen, sollen Menschen aus dem Stadtteil mit und ohne Behinderung miteinander verbinden und finden derzeit 14tägig im Wohn- und Betreuungsbereich statt.

Die Schülerfirma ist reguläre Einsatzstelle der praktischen Ausbildung und wird durch eine Lehrkraft als Praxisanleiter begleitet. Nach 20 Stunden vorbereitendem Unterricht in Projektmanagement, BWL und Marketing wurde die Verantwortung für Planung, Konzeptionierung, Durchführung und Evaluation an die Lernenden übergeben, die das Gesamtkonzept entwickelt und auch den Namen "Bildungsbrücke" erdacht haben. 

In der Umsetzung wird die Bildungsbrücke von jeweils zwei Lernenden des zweiten Ausbildungsjahres für ein halbes Jahr übernommen und im Anschluss an ein neues Team übergeben. 

Dabei kann auf die Erfahrungen in der praktischen Ausbildung im ersten Ausbildungsjahr aufgebaut und auf Kompetenzen in der Pflege und Versorgung sowie Freizeitgestaltung zurückgegriffen werden.

Basierend auf dem Gedanken, dass Lernen ein lebenslanger Prozess ist, sind die Angebote nicht nur abwechslungsreich und lebensnah, sondern vor allem auch spannend und interessant, herausfordernd und kreativ, manchmal etwas verrückt aber immer mit viel Spaß verbunden.

Wegen der großen Resonanz ist geplant, in Zukunft das Team der Bildungsbrücke auf vier Lernende zu verdoppeln, um ein wöchentliches Angebot realisieren zu können.

Die Bildungsbrücke orientiert sich am Konzept Service-Learning und verknüpft so schulisches Lernen mit einem realen gesellschaftlichen Bedarf und Auftrag

Zitate von Mitwirkenden

"Und da habe ich gemerkt: Ich kann das!!"
(Bewohnerin nach dem Trommelworkshop)

"..wirklich geniale Schülerfirma"
(Pastorin im Wohn- und Betreuungsbereich)

"Eine große Bereicherung für unsere Bewohner, gerade an den ruhigen Tagen?!"
(Mitarbeiter Wohn- und Betreuungsbereich)

"Es wird nie langweilig. Weder für die Bewohner noch für uns? Es gibt Highlights, die immer wieder angeboten werden können. Aber wir sind gefordert, immer wieder neue Ideen zu entwickeln und neue Angebote zu erfinden?"
(Schüler, Betreiber der Schülerfirma)

"So viel Eigenverantwortung in der Ausbildung? das ist toll! Natürlich wurden wir von unserem Lehrer unterstützt, aber eigentlich waren wir die Chefs und haben alles selber organisiert? Und man weiß, wofür man es macht! Wenn wir nicht da sind oder keine Lust haben, gibt es kein Angebot, das geht nicht?!"
(Schüler, ehem. Betreiber der Schülerfirma)

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