Eine Auszubildende der Heilerziehungspflege

Service-Learning oder Lernen durch Engagement

"Tu was für andere und lern´ was dabei?" Lernen durch Engagement ist eine Lehr-/Lernform, die gesellschaftliches Engagement mit schulischem Lernen verknüpft.

  • Menschen mit Behinderung in der Durchführung eines Theaterprojekts zu assistieren ist Engagement.
  • Sich im Unterricht mit Kunst und Kultur im Kontext von Behinderung sowie Öffentlichkeitsarbeit zu beschäftigen ist Lernen.
  • Mit dem Wissen aus dem Unterricht ein inklusives Theaterprojekt zu unterstützen, Interviews mit den Akteuren zu führen und anschließend einen Artikel für eine Stadtteilzeitung darüber zu schreiben ist "Lernen durch Engagement"!

Lernen durch Engagement oder Service-Learning kann somit als Erweiterung der Projektarbeit verstanden werden und hat zum Ziel, in der Schule erworbene Kompetenzen mit einem realen gesellschaftlichen Bedarf zu verknüpfen. Für alle Beteiligten soll erkennbar sein, dass Wissen und Fähigkeiten aus der Schule sinn- und bedeutungsvoll für die Gesellschaft sind!

Um das zu gewährleisten sind folgende Kriterien zu erfüllen (nach Seifert / Zentner, 2010):

  • Das Projekt findet außerhalb der Schule mit einem externen Projektpartner (Unternehmen, Vereine, Bildungseinrichtungen, Kommunalpolitische Gremien?), der den realen Bedarf mitbringt
  • Das Projekt findet nicht zusätzlich zur schulischen Ausbildung statt, sondern ist zeitlich und inhaltlich an das Curriculum der Ausbildung geknüpft
  • Das Projekt wird eng schulisch begleitet und der Prozess kontinuierlich in und außerhalb der Schule gemeinsam reflektiert
  • Die Lernenden sind weitestgehend für Planung, Vorbereitung und Ausgestaltung des Vorhabens selbstverantwortlich
  • Das Engagement und die Leistungen der Lernenden werden durch Feedback im gesamten Prozess und bei einem anerkennenden Abschluss gewürdigt. 

Einen Überblick über die bisherigen Praxisprojekte gibt es hier

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