"Kein "vergeudetes" Jahr!"

Arne Schacht ist 19 Jahre alt und macht einen Bundesfreiwilligendienst im Berufsbildungswerk Annastift.

 

Was hat dich dazu bewogen einen Bundesfreiwilligendienst zu machen?

Ich habe letztes Jahr Abitur gemacht und wusste noch nicht genau was ich beruflich machen möchte. Um noch etwas Zeit zur Orientierung zu gewinnen, habe ich erst einmal einen BFD angefangen.


Was sind deine Aufgaben im Bundesfreiwilligendienst?

Wir sind ein Team von vier Freiwilligen und wir haben verschiedene Aufgaben. In erster Linie unterstützen wir Auszubildende mit körperlichen Behinderungen, zum Beispiel schreiben wir für sie im Unterricht mit oder fahren sie zu Terminen in der Stadt. Wir erledigen aber auch Aufgaben für Mitarbeiter des BBWs, indem wir beispielsweise bei der Erstellung von Unterrichtsmaterial helfen oder Hol-und Bringdienste erledigen. Wir bekommen die Aufgaben meist als Team zugeteilt und wir stimmen uns dann untereinander ab wer von uns welche Aufgaben macht.


Werdet ihr auf die Tätigkeiten vorbereitet? Gibt es zum Beispiel Lehrgänge für euch?

Ich hatte vor meinem BFD noch nie mit der Hilfe von Menschen mit Behinderung zu tun. Da wir aber nicht für die Pflege zuständig sind, sondern ihnen nur bei alltäglichen Dingen helfen, brauchten wir keine besondere Vorbereitung für den Bundesfreiwilligendienst. Wer allerdings Interesse hat, kann beispielsweise an einer Schulung für Kinästhetik im Umgang mit Menschen mit Behinderung, teilnehmen.

 

Welche Charaktereigenschaften sollte man für deinen BFD haben?

Dadurch, dass wir innerhalb der Gruppe die Aufgaben aufteilen und unsere eigenen Tages- bzw Wochenpläne erstellen, ist Selbstorganisation sehr wichtig. Zudem wird verantwortungsbewusstes Handeln und Engagement von uns erwartet, da die Menschen denen wir helfen oftmals auf uns angewiesen sind.

 

Macht dir die Arbeit Spaß?

Als ich hier angefangen habe, wusste ich nicht so recht was mich erwartet, aber mir macht die Arbeit wirklich Spaß! Was ich auch wirklich gut finde ist, dass wir Gleitzeit haben, das heißt wir müssen in der Woche eine bestimmte Stundenanzahl arbeiten, können uns die Zeit aber selbst einteilen. Außerdem komme ich aus Hildesheim und kannte mich in Hannover überhaupt nicht aus, durch die vielen Fahrdienste habe ich die Stadt schon ziemlich gut kennengelernt und gleich noch meine Fahrpraxis verbessert.

 

Würdest du dich wieder für den Bundesfreiwilligendienst entscheiden, wenn du noch einmal die Wahl hättest?

Auf jeden Fall, ich kann das nur empfehlen. Ich habe in der Zeit viel dazu gelernt, es ist also keinesfalls ein „vergeudetes“ Jahr.

 

Weißt du schon was du nach dem freiwilligen Jahr machen willst?

Ich könnte mir gut vorstellen Medizin oder Sport zu studieren.

 

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