Pflegekraft im Gespräch mit einem älteren Herren in der Altenpflege

200 Gäste bei Annes Tanzball

Veröffentlicht am:

Foto: Marcel Domeier

Foto: Marcel Domeier

Foto: Marcel Domeier

Foto: Marcel Domeier

Impressionen des diesjährigen Balls Foto: Marcel Domeier

Zum 7. Mal – wie jedes Jahr im Juni - hatte die DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift zusammen mit der hannoverschen Tanzschule Familie Bothe, die die Aktion großzügig unterstützt, zu Annes Tanzball für Menschen mit und ohne Demenz ins TANZHAUS HANNOVER eingeladen. In diesem Jahr nahmen 200 Gäste an der Veranstaltung teil.

Und es ist ganz sicher: Auch 2017 wird es Annes Tanzball geben!

Angesprochen sind Menschen mit Demenz, die Spaß am Tanzen haben zusammen mit ihrer Partnerin bzw. ihrem Partner oder einer anderen Begleitperson. Ausdrücklich auch Menschen, die in einer Pflegeeinrichtung wohnen oder bewegungseingeschränkt sind.

„Können die das denn?“ „ Bleiben die denn nicht besser in ihrer vertrauten Umgebung?“ „Mein Mann hat seit Jahren nicht mehr getanzt“! „Was ist denn, wenn...“

Die Veranstaltung startete als Experiment der beiden Veranstalter, inzwischen ist sie etabliert und jedes Mal Wochen im Voraus ausverkauft.
Das Experiment ist gelungen: Zum Erstaunen vieler Pflegeprofis, die meinten, dazu seien „ihre“ Dementen nicht in der Lage.

 Seit 2014 hat der Ball einen neuen Namen: „Annes Tanzball“ ist der in 2013 verstorbenen Anne Ballhausen gewidmet, der Begründerin und Initiatorin des Sommerballs für Menschen mit und ohne Demenz.

Bei Demenz „baut das Gehirn ab“ - aber der Mensch verliert nicht seine Persönlichkeit
Menschen, die von Demenz betroffen sind, können vielleicht kein strukturiertes Gespräch mehr führen – aber sie können Bilder malen, in denen sie etwas von sich, ihren Gefühlen, ihrer Befindlichkeit zeigen. Sie lernen vielleicht keine Texte mehr, erinnern sich aber an Lieder von früher und singen 10 Strophen aus dem Gedächtnis – fehlerfrei und mit unglaublicher Freude. Sie können unter Umständen nicht mehr verbal äußern, dass das, was sie da gerade hören, ein Walzer ist. Aber sowie die Musik läuft, erinnert der Körper die dazugehörigen Schrittfolgen und genießt es, sich im Rhythmus zu bewegen. Das „Muskelgedächtnis“, in dem motorische Abläufe gespeichert sind, funktioniert auch bei Demenz oft noch ganz hervorragend.

Das Leben braucht Höhepunkte
Mal etwas Besonderes erleben, ausgehen, sich vergnügen, am gesellschaftlichen Leben in der Stadt teilnehmen. Solche Erlebnisse möchte die DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift auch Menschen mit Demenz ermöglichen.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben – trotz und gerade auch mit Demenz
Mit dem Ball möchten die Veranstalter allen, die Menschen mit Demenz begleiten, betreuen und pflegen Mut machen, immer wieder einmal neu auszuprobieren, was „geht“ und was jenseits eingefahrener Denkweisen möglich ist. Oft mehr, als wir denjenigen, die von Demenz betroffen sind, spontan zutrauen. Oder meinen, ihnen zumuten zu können.

 
zu unseren Spendenprojekten