Pflegekraft im Gespräch mit einem älteren Herren in der Altenpflege

DIAKOVERE Haus am Leuchtturm gibt Menschen mit Demenz ein Zuhause – Angebot jetzt auf 60 Plätze ausgeweitet

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Jeder Bewohner wird individuell gepflegt und behandelt – das ist Heimleiterin Elisabeth Markovina und ihrem Team wichtig. Damit das möglich ist, wurde das Haus am Leuchtturm gerade um 20 Zimmer erweitert. Auf jeweils 19 Quadratmetern mit eigenem Bad finden Menschen mit Demenz ein neues Zuhause, wenn sie sich in ihrem eigenen nicht mehr allein zurechtfinden.

Das Haus am Leuchtturm ist eine unserer vier Pflegeeinrichtungen der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift. Es handelt sich hierbei um eine beschützende Einrichtung im Henriettenviertel, am Rande des Stadtwaldes Eilenriede. Bisher fanden hier 40 Bewohner ihr Zuhause. 20 neue Zimmer sind nun bezugsfertig. Neu ist auch das Konzept: Lebten hier früher nur Menschen, die sich trotz ihrer Krankheit gerne und viel bewegten, so können heute auch immobile – also bettlägerige – Bewohner versorgt werden.

„Die Konzepterweiterung war notwendig. Die ursprünglich 40 Plätze reichten für den Standort nicht mehr aus. Wir wollten gewährleisten, dass unsere Bewohner – die teilweise schon viele Jahre bei uns leben – auch mit beginnender Immobilität optimal versorgt werden können. Die 20 barrierefreien Zimmer bieten nun diese Möglichkeit.“, so Dr. Ulrich Spielmann, Geschäftsführer DIAKOVERE gGmbH.

Menschen mit Demenz lange mobil halten

Das Pflege- und Betreuungsangebot beinhaltet viele Ansätze, die die betroffenen Menschen möglichst beweglich halten sollen und auf die Gabe von Psychopharmaka zu verzichten. So bepflanzten die professionellen Alltagsbegleiter zum Beispiel gemeinsam mit den Bewohnern gern die Terrasse oder schwingen das Tanzbein zu Klängen aus der Jukebox. Ab Herbst soll es auch einen eigenen Obstgarten geben. „Menschen mit Demenz leben häufig in der Vergangenheit – selbst zu ernten, Obst zu pflücken oder eine bekannte Melodie zu hören, kann Erinnerungen an früher wecken. Viele blühen dann noch einmal richtig auf“, erklärt Elisabeth Markovina, Heimleiterin der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift.

Damit die Gartenarbeit nicht wortwörtlich zum Stolperstein wird, legten Elisabeth Markovina und ihr Team viel Wert darauf, die Außenwege so sicher wie möglich zu gestalten: „Tartanplatten statt Rindenmulch reduzieren die Sturzgefahr für unsere Bewohner – das unterstützt auch unser Konzept, den Menschen trotz ihrer Demenz Freude an Bewegung zu schenken.“

DIAKOVERE-Team gibt den Bewohnern ein sicheres Gefühl

Wenn Aktivitäten aufgrund des gesundheitlichen Zustands des Bewohners nicht mehr möglich sind, versuchen Pflegepersonal, Alltagsbegleiter und Ehrenamtliche den Menschen auf andere Weise Lebensfreude zu geben. „Gerade demenzkranke Menschen haben häufig noch zusätzlich mit Depressionen oder Ängsten zu kämpfen. Es ist wichtig, dass sich jemand um sie kümmert und ihnen ein sicheres Gefühl gibt – dafür sind wir da“, so die Heimleiterin weiter. Deshalb gehören auch herzliche Worte, Umarmungen und viel Aufmerksamkeit zu den Aufgaben des DIAKOVERE-Teams.

Neue Räume und bessere Internetleitungen erleichtern die Arbeit

Der Erweiterungsbau bringt weitere Vorteile für das DIAKOVERE-Team im Haus am Leuchtturm: Im Neubaubereich haben die Pflegekräfte jetzt Raum für Besprechungen und Schulungen und nutzen eine optimale Ausstattung. Dazu gehören auch neue Internetleitungen: „Digitale Patientenakten gehören heutzutage einfach dazu – dafür ist eine einwandfreie Internetverbindung unumgänglich. Wir sind nun optimal für die digitale Zukunft ausgestatten“, erklärt Sven Thren, kaufmännischer Leiter der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift. „So bleibt mehr Zeit für die Bewohner und ihre Angehörigen.“

 

 
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