Pflegekraft im Gespräch mit einem älteren Herren in der Altenpflege

Trotz Corona sinnvoll die Zeit nutzen

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Während überall verschärfte Maßnahmen wegen des Corona-Virus getroffen werden, Universitäten, Geschäfte und Schulen schließen, haben wir uns überlegt, was können wir mit der Zeit unserer Isolation anstellen. Denn mit einem Mal hieß es für alle Krankenhäuser und Altenheime: Türen zu und Besuchsverbot!

Um keinen Lagerkoller zu entwickeln, hieß die Devise: Sinnvolle und erfüllende Tätigkeiten zu finden, in die wir unsere Bewohne-rinnen einbeziehen können und vielleicht noch etwas Bleibendes schaffen.

Lange schon war der Wunsch aufgekommen, das Untergeschoss, in dem sich auch die Therapieräume und die Kapelle des Hauses befinden, einen einladenden Anblick zu verschaffen. Ohne tatkräftige Unterstützung wäre das nicht möglich gewesen!

Aber manchmal entsteht ja auch aus einer Krise etwas Sinnvolles! Die Mira-Lobe-Schule, die zu dem Unternehmen Diakovere dazugehört, musste schließen und ihre Mitarbeiter/-innen waren ohne ihre Schüler.

Diese Mitarbeiter machten erst einmal in ihrer Schule Renovierungsarbeiten und Klarschiff. Dieses gelang ihnen so gut, daß sie sich gern zur Verfügung stellten, als wir für unser Projekt nach Helfern suchten. Welch ein Glück!

Ihr Einsatz in der Zeit vom 23. bis 27. März war ein Segen! Hochmotiviert und mit guter Laune kamen N. Große, T. Güds, M. Wolff und E. Vassallo Costa in das Pflegezentrum für Seniorinnen in die Sallstrasse und verstärkten somit unser Team im Begleitenden Dienst. Nun ging es los!

Unsere Bewohnerinnen falteten Papierhüte aus Zeitungspapier und schnitten Kittel aus Müllsäcken, welche dann beim Streichen als Haar- und Kleiderschutz dienten.

Währenddessen bereiteten unsere Helfer/-innen das Untergeschoss mit Säuberungs- und Abklebearbeiten vor. Die sind ja meistens langwieriger als das Streichen selbst.

Bewohnerinnen legen selbst Hand an

Im Verlauf der Woche wurden einige bereitwillige Bewohnerinnen unseres Hauses zum Streichen abgeholt und mit Hüten und Schutzanzügen ausgestattet.

Tatkräftig wurden die Wände mit frischer Farbe von den Bewohnerinnen geweißt. Bei der einen oder anderen Dame könnte man vermuten, dass sie in ihrem Berufsleben eine Malerausbildung absolviert habe, denn auch die untersten Ecken wurden nicht übersehen und mit sehr viel Elan bearbeitet.

Tolle Zusammenarbeit mit den freiwilliegen Helferinnen und Helfern

Unterstützt wurden sie dabei von unseren freiwilligen Helfern und dem Begleitenden Dienst.

Es war eine tolle Zusammenarbeit und alle hatten Spaß dabei.

Natürlich durfte auch ein traditionelles Handwerkerfrühstück mit Mettbrötchen und Bier(Malzbier) nicht fehlen. Denn Liebe geht ja bekanntlich durch den Magen! Auf diese Art konnten wir uns bei den Helfern / -innen für die gute Zusammenarbeit für die längst fälligen Renovierung bedanken.

Durch die zwei Meter Abstandshaltung entstand ein skurriler Anblick, der Seinesgleichen sucht.

Weitere Verschönerungsaktionen

An dieser Stelle sei aber auch zu erwähnen, dass es innerhalb dieser Woche noch etliche schöne Aktivierungen gegeben hat, um die gute Laune zu erhalten. Hier nur ein paar weitere Beispiele:

Es wurden gemeinsam mit den Bewohnerinnen Hochbeete auf dem Balkon aufgebaut und mit Frühlingsblumen bepflanzt, damit auch wir den Frühling sehen und berühren können, wenn wir nicht in den Garten dürfen.

Auch für passende Osterdekoration wurde gesorgt

Passend zur Osterzeit wurden Dekorationen wie Tischaufsteller mit Osterhasen und Eiern, Papierblumen für die Sitzecken u.s.w. hergestellt. Und eines noch! Unsere Gartenbänke wurden zentimeterweise von alten Lackschichten befreit und neu lackiert, davon haben mit Sicherheit wir Alle etwas!

Alles in Allem haben wir diese Woche der Isolierung sinnvoll verbracht und konnten dabei unsere Sorgen um den den Corona-Virus etwas nach hinten rücken. Für alle Beteiligten war es ein großer Erfolg, nicht zuletzt auch Dank der gewinnbringenden Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Alters- und Arbeitsgruppen. An den zahlreichen Ergebnissen können wir uns alle sichtlich noch viele Jahre erfreuen.

 

WIR BLEIBEN ZU HAUSE . . .

und nutzen unsere Zeit mit Dingen, die uns oder anderen Freude machen! Machen sie das Beste aus dieser Krise!

 

Anja Clasen, Melina Emec

 
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