Orthopädie im Annastift

MAKO Roboterarm-Assistenz in der Gelenkchirurgie

Personalisierte Endoprothetik

Semi-automatische Roboterassistenz

Der digitale Fortschritt ist in unserem Alltag allgegenwärtig. Dies gilt auch für den medizinischen Bereich. Wir verwenden seit Jahren computerassistierte Verfahren für Prothesenimplantationen, um die Präzision der Operationen zu erhöhen und mögliche Fehler zu minimieren.

  • Perfekte Synthese aus Technik und Mensch – Roboterarm und Chirurgenarm kontrollieren gemeinsam eine Knochensäge. Sicherheit und Übersicht, kombiniert mit Präzision und Weichteilschonung.

  • MAKO – Operationsroboter, High Tech mit präziser Armführung für die technisch anspruchsvolle Steuerung einer oszillierenden Säge oder Fräse

Personalisierte Prothesenposition – geringe Traumatisierung

Die aktive Roboterassistenz mit virtueller Grenzsetzung schont die empfindlichen Weichteile. Durch die Präzision der Schnitte kann die Prothesenposition an die individuelle Anatomie angepasst werden. Studien haben gezeigt, dass sich das Risiko für einen Folgeeingriff nach Teilprothesen bereits kurzfristig, um bis zu 50 Prozent reduzieren lässt.

Erweiterter Einsatzbereich für Schlitten- und Oberflächenprothesen

Die moderne Knieprothetik zielt auf längeren Erhalt aller Kreuzbänder und geringere Kopplungsgrade, natürlich alles in Abhängigkeit vom Verschleiß des Knies. Durch die hohe Präzision und individuelle Planbarkeit können Grenzsituationen ausgenutzt werden, die bei der manuellen Implantation ein zu großes Versagensrisiko bedeuten.

Keine Individual-Prothesen (!)

Nicht zu verwechseln ist das Verfahren mit individuellen Implantaten, die auch angeboten werden, aber kritisch betrachtet werden müssen: es fehlt die Materialsicherheit. Das MAKO-Verfahren nutzt getestete und 100.000-fach bewährte Implantate unterschiedlichster Größe, die im Baukastenverfahren kombiniert werden können. Wie verwenden Individualprothesen gerne, aber nur bei extremen Deformitäten.

Europäisches Referenzzentrum

Prof. Windhagen gehört zu den Pionieren auf dem Gebiet der Roboter-Endoprothetik und hat Erfahrungen mit unterschiedlichen Systemen seit 1999. Er ist zertifizierter Ausbilder auf europäischer Ebene für die MAKO-Technologie und gehört zu den führenden internationalen Referenten in dieser Thematik. Das DIAKOVERE Annastift verfügt über ein Team von vier speziell ausgebildeten Roboterchirurgen. Die Klinik ist das einzige deutsche Referenzzentrum der Europäischen Orthopädengesellschaft (EFORT) für die MAKO Technologie.

Hohe Präzision – Keine Automatik

„Roboter-assistiert“ erhöht die Präzision einer Operation, speziell die des Chirurgen. Wohin die Prothese gehört, ist aber die Intelligenz-Leistung des Chirurgen, er ist nach wie vor Herr/Herrin des Geschehens. Eine Semi-Automatik hilft ihm, präzise und fehlerfrei zu operieren.

Modellerstellung

Die MAKO Technologie beginnt dies mit einer detaillierten dreidimensionalen Computerplanung der Operation anhand eines 3D-Modelles Ihres gelenkes. Dafür wird vorher eine Computertomographie mit reduzierter Strahlung durchgeführt. In der Operation kann diese Planung dann an besondere anatomische Gegebenheiten, wie die Achsenausrichtung, die Beinlänge, die Beckenbeweglichkeit und die Stabilität der Bänder Ihres individuellen Gelenkes angepasst werden.

Semi-automatischer, haptischer Roboter

Hinter dem Begriff „haptischer Operationsroboter“ verbirgt sich ein Roboterarm, an dem eine Säge oder Fräse zur Bearbeitung des Knochens montiert ist. Der Chirurg führt dabei die Säge/Fräse selbst mit seinen Händen und besitzt jederzeit die Kontrolle über das Instrument . Der Roboter aber definiert millimetergenau die Schnittebene und die Grenzen, in denen die Säge/Fräse aktiviert werden kann. Dadurch wird ein falsches Sägen verhindert und die umgebenden Strukturen, wie Nerven, Gefässe oder Bänder werden durch den Roboterarm geschützt. Am Ende der Operation kann durch die Kontrollfunktion des Systems noch einmal die geplante Prothesenposition und die korrekte Stabilität im Gelenk überprüft und auch dokumentiert werden. Dadurch wird die Operation sehr viel reproduzierbarer und auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten.

Risiken

Unsere Wissenschaft zeigt, dass das MAKO System selbst eine hohe Reproduzierbarkeit und extrem geringe Fehleranfälligkeit. Es wurden bereits zahlreiche positive Effekte nachgewiesen, wie beispielsweise ein geringeres Risiko für Revisionsoperationen und eine schnellere Rehabilitation oder geringeren postoperativen Schmerz. Das System wird in den USA seid über 10 Jahren eingesetzt. Für die MAKO-Knieprothesenoperation gelten ähnliche allgemeine Risiken, wie bei anderen Operationen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Das MAKO-System darf nicht zu übereilter Entscheidung zur Implantation führen. Nach wie vor gelten die Regeln und Kriterien zur Prothesenimplantation mit nicht beherrschbaren Schmerzen, Deformität und versagen konservativer Hilfen. Wie für manuelle Implantationen gilt aber auch, dass zu langes Warten durch den chronischen Muskelabbau bei Arthrose und zunehmende Unbeweglichkeit der Gelenke weniger gute Ergebnisse produzieren können. Der optimale Zeitpunkt muss mit dem für Knieerkrankungen spezialisierten Arzt besprochen werden.

Roboter-Assistenz-Center

Das DIAKOVERE Annastift ist eines der führenden Roboter-Assistenz-Center in Europa. Wir führen seit 2016 Operationen mit verschiedenen Systemen durch und gehören zu den wenigen, die sich intensiv wissenschaftlich damit beschäftigt haben. Wir kennen die Vorteile und beherrschen die Komplexität. Über 300 roboterarm-assistierte Operationen bedeuten einen weiteren Schritt zu mehr Patientensicherheit und bietet gleichzeitig die Möglichkeit einer besseren Individualisierung der Prothesenimplantation.

Vorbereitung

Vor einer roboter-assistierten Knieprothese müssen immer drei Fragen vollkommen geklärt sein:

  1. Stimmt die Diagnose fortgeschrittene Arthrose?
  2. Habe ich Krankheiten oder Verletzungen, die gegen eine Prothesenimplantation und Narkose sprechen?
  3. Habe ich alle konservativen (nicht-operativen) Mittel ausgeschöpft?

Optimierung und Nachbehandlung

Knieprothesen ersetzen nur Teile eines Knies. Muskeln und Sehnen bestimmen die Funktion wesentlich. Die Arthrosekrankheit geht mit einem erheblichen Verlust an Kraft und Mobilität einher, was später fehlt und nicht immer voll zurückkehrt. Arthrosepatienten und Knieprothesenkandidaten müssen sich intensiv um ein begleitendes Athletiktraining kümmern, insbesondere fürs Knie, aber auch die Hüfte und Wirbelsäule.

Planung

Das DIAKOVERE Annastift bietet das MAKO-Verfahren ohne Zuzahlung für Gesetzlich Versicherte Patienten oder Privatpatienten an. Als Universitätsklinik wünschen wir uns auch nach der Operation Kontakt und die Teilnahme an Beobachtungsstudien. Das MAKO-Verfahren kommt nicht für alle Patienten in Frage, insbesondere größere Fehlstellungen und Allergien verlangen Spezialprothesen, die mit anderen Implantaten versorgt werden. Auch hier bieten wir alternative Roboterverfahren und technische  Hilfen an. Jede Operation verlangt eine genaue Überprüfung und persönliches Kennenlernen. Dazu müssen Sie sich persönlich in einer vorbereitenden Sprechstunde vorstellen.


Unsere Sprechstunden zum Thema Robotik

Private Spezialsprechstunde Roboterprothetik Prof. Windhagen : 0511 5354340

Allgemeine Spezialsprechstunde Roboterprothetik Prof. Windhagen & Team: 0511 5354333

Auskunft: roboterendoprothetik.dka@diakovere.de oder endoprothetik.dka@diakovere.de 

 
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