Aktionsplan Inklusion

Annastift Leben und Lernen nimmt die  Behindertenrechts-Konvention  der Vereinten Nationen ernst. Darin ist beschrieben, dass Menschen mit Behinderungen gleiche Rechte haben wie alle anderen Menschen auch. Es geht um Selbstbestimmung und um Teilhabe an der Gesellschaft.

Die Idee der Inklusion geht aus von der Verschiedenheit der Menschen, die gemeinsam in einer Gesellschaft leben. Wir unterscheiden uns in Bezug auf die Hautfarbe, die Persönlichkeit, die Begabung, die körperliche Entwicklung, die kulturelle Herkunft und vieles mehr. Inklusion bedeutet: Niemand wird ausgegrenzt, weil er/sie anders ist. Alle sind willkommen.

Was für uns in Annastift Leben und Lernen Inklusion genau bedeutet, haben wir an anderer Stelle ausführlich beschrieben. Kurz gesagt: Jede Verbesserung unserer Angebote, die den Menschen mit Behinderungen im Vergleich zu den bisherigen Angeboten mehr Teilhabe ermöglicht, nennen wir „inklusiv“.

Ganz wichtig ist: wir fangen nicht bei Null an: Wir haben schon viel erreicht auf dem Weg zur Inklusion. Unser Aktionsplan legt fest, welche weiteren Ziele wir uns setzen. Und der Aktionsplan zählt die einzelnen Maßnahmen auf, die dafür in den nächsten Jahren umgesetzt werden sollen.

Sie können den Aktionsplan hier abrufen. Und hier finden Sie den Aktionsplan in leichter Sprache.

Die Diakovere Annastift Leben und Lernen gGmbH nimmt auch ihre gesetzliche Verpflichtung ernst, Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen. Im Jahr 2015 waren im Durchschnitt 36 Arbeitsplätze mit Beschäftigten mit Behinderung besetzt. Das entspricht ca. 6,4% der Beschäftigten.

Comedy im Annastift mit Martin Fromme

 

Warum nicht mal Deutschlands einzigen professionellen körperbehinderten Komiker kennen lernen?

Über 150 Menschen mit und ohne Behinderung im Annastift erlebten den Auftritt von Martin Fromme. Fromme, Jahrgang 1962, macht seit 40 Jahren Comedy. Er nennt sich selbst Deutschlands einzigen professionellen körperbehinderten Komiker. Und natürlich kreist sein Programm rund um das Thema Behinderung. 

Der Mann mit dem "appen" Arm inkludiert in Solo-Programm „Besser Arm ab als arm dran!!!“ wie bekloppt. Das letzte Tabu wird gebrochen. Nicht-Behinderte werden auf die vorhandenen Arme genommen, Behinderte aber auch. 

Ein fröhlicher, inklusiver  Vormittag,  an dem deutlich wurde: Humor hilft sehr dabei, die immer noch bestehenden Barrieren in den Köpfen aufzubrechen. 

Der Auftritt ist Teil einer Veranstaltungsreihe, die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen im Rahmen des Aktionsplans Inklusion aufgelegt hat. 

Vortragsveranstaltung "Aktionsplan Inklusion " mit Raul Krauthausen am 27. Mai 2015

Das Annastift arbeitet in allen Bereichen daran, die Leitziele „Inklusion, Teilhabe und Selbstbestimmung“ für Menschen mit Behinderungen umzusetzen.

Wir haben dazu 2014 einen „Aktionsplan Inklusion“ aufgestellt. Nun werden viele Aufgaben daraus umgesetzt

Eine Aufgabe aus dem Aktionsplan ist: Über Inklusion informieren. Wir alle wollen noch besser lernen, wie es gelingt, dass Menschen mit Behinderungen gleichberechtigt an der Gesellschaft teilhaben können.

Dazu sind Vortragsveranstaltungen für alle geplant.

Die erste Veranstaltung dieser Vortragsreihe fand am 27.05.2015 im Speisesaal des Annastift-Berufsbildungswerks mit Raul Krauthausen statt.

Raul Krauthausen ist Mitbegründer der Sozialhelden, eines Vereins, der auf gesellschaftliche Probleme Aufmerksam machen will. Viele Menschen kennen ihn bereits durch sein erfolgreiches Projekt einer weltweiten digitalen Landkarte für barrierefreie Plätze: www.wheelmap.org.

Raul Krauthausen hielt seinen Vortrag „Einfach mal machen!“ vor ca. 200 Menschen mit und ohne Behinderungen (Schüler, Auszubildende, Bewohner, Beschäftigte).

Nach einer Vorstellung seiner Person, sowie seiner Projekte fand ein gemeinsamer Austausch zum Thema „Inklusion“ statt. Ein wichtiger Punkt des Vortrags von Raul Krauthausen war sein Wunsch nach einem weniger verkrampften Umgang mit dem Thema Behinderung.

Viel zu häufig werden Beeinträchtigungen jeglicher Art mit Leid und Einschränkungen in Verbindung gebracht - dabei sollten doch vielmehr Schlagwörter wie Selbstbestimmung und Teilhabe im Vordergrund stehen. Raul Krauthausen hat motiviert, Grenzen zu durchbrechen, sich stark zu machen. Er möchte nicht aufgrund seiner Behinderung bewertet werden, sondern aufgrund seines Charakters und Könnens. Er möchte nicht angestarrt, sondern lieber gefragt werden, warum er im Rollstuhl sitzt. Er möchte, dass mit ihm, nicht über ihn gesprochen wird.

In der anschließenden Diskussion ging es auch um die Frage, wie es gelingt. trotz Behinderung in der eigenen Wohnung leben zu können. Eine wichtige Frage für viele der anwesenden Menschen mit Behinderungen.

Die Vortragsreihe wird fortgesetzt.

Mehr von und über Raul Krauthausen erfahren Sie u.a. auf seiner Facebook Seite unter 
www.facebook.com/raul.krauthausen