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DIAKOVERE stemmt sich gegen Marktsituation, schließt mit ausgeglichener Bilanz ab – und baut weiter an der eigenen Zukunft

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Prof. Dr. Thomas Kersting, Dr. Hans Ulrich Anke und Stefan David (v.l.n.r)

DIAKOVERE hat das Geschäftsjahr 2021 mit einem Gesamtertrag von rund 386 Millionen Euro und einem knapp negativen Jahresergebnis von ca. 0,4 Millionen Euro abgeschlossen. Damit stemmt sich Niedersachsens größter gemeinnütziger Sozial- und Gesundheitskonzern erfolgreich gegen eine besonders schwierige Marktsituation, steigert den Gesamtertrag um 19 Millionen Euro und schließt mit einer roten Null ab. „Vor dem Hintergrund der Marktlage ist diese Bilanz ein Erfolg“, sagt Stefan David, Vorsitzender der DIAKOVERE-Geschäftsführung.

Mit teils bundesweiten Leuchtturmprojekten hat DIAKOVERE sein Renommee weiter ausbauen können – und plant bereits neue Höhepunkte. Im medizinischen Bereich ist mit der Neurologischen Frührehabilitation ein in der Region Hannover einmaliges Versorgungskonzept für Schlaganfallpatienten entwickelt worden. Gleichzeitig setzte die multimodale Schmerztherapie neue Maßstäbe im Bereich der konservativen Behandlung gerade bei chronischen Schmerzen am Bewegungsapparat. Im Bruno-Valentin-Institut, dem Medizinischen Zentrum für Erwachsene mit Behinderung (MZEB), ist ein bundesweites Kompetenzzentrum für Contergan-Geschädigte ins Leben gerufen worden. Im DIAKOVERE Henriettenstift und im DIAKOVERE Friederikenstift wurden mit einer erfolgreichen Umgestaltung im Bereich Orthopädie und Chirurgie das Angebot und die medizinische Qualität an beiden Standorten verbessert. Auch das Vitalquartier ging an den Start – und mit ihm das Ambulant Betreute Wohnen sowie die Kita Mira Lobe Kinderinsel.

DIAKOVERE baut auch weiterhin Zukunft. „Solche zukunftsweisenden Projekte für eine starke Diakonie in Hannover brauchen exzellente Mitarbeitende, innovative Ideen und auch mutige Investitionen von DIAKOVERE selbst wie von Fördermittelgebern“, hebt der Aufsichtsratsvorsitzende Hans Ulrich Anke hervor. Diesen Weg habe DIAKOVERE auch im Jahr 2021 konsequent fortgesetzt. Gerade im Jahr 2021 wurden in Summe ca. 47 Millionen Euro für Investition und Instandhaltung aufgewendet. „Das ist der höchste Wert seit mehr als zehn Jahren“, so Hans Ulrich Anke weiter. Neben DIAKOVERE HENRIKE, dem Mutter-Kind-Zentrum auf der Bult, das der Konzern gemeinsam mit dem Kinder- und Jugendkrankenhaus AUF DER BULT entwickelt, stehen nun vor allem am DIAKOVERE Friederikenstift umfangreiche Modernisierungsarbeiten an. Im ersten Bauabschnitt werde dort ein neuer Ostflügel entstehen, bis 2025 sollen eine neue Notaufnahme, sechs weitere Operationssäle und eine neue Intensivstation fertig sein.

Anspruchsvolles Wirtschaftsjahr 2022

Das neue Wirtschaftsjahr 2022 bleibe gerade im Krankenhausbereich anspruchsvoll. Corona-Sondereffekte belasteten weiter die Bilanz – Menschen hätten noch immer Respekt, für nicht lebensnotwendige Operationen ins Krankenhaus zu kommen. Gleichzeitig sorge ein hoher Krankenstand für Leistungsverluste, weiß Prof. Dr. Thomas Kersting, der Medizinische Geschäftsführer. Immer noch ein hartes Ringen seien die Verhandlungen mit den Kassen über die Pflegebudgets. „Es fehlen Abschlüsse – solange gelten Pflegeentgeltwerte, die unsere tatsächlichen Kosten nicht abdecken“, sagt Kersting. Die Leistungen im Krankenhausbereich lägen am Ende des Wirtschaftsjahres zwar etwa drei Prozent über denen des Vorjahrs, aber unter den Planungen.

Im Geschäftsbereich 2, also bei Altenhilfe, Behindertenhilfe, Jugendhilfe, im Bildungsbereich sowie im ambulanten Pflegedienst und dem Hospiz lagen die Leistungen in der Regel auf oder über Plan. In Summe haben man dort ein positives Ergebnis erreichen können; falls nicht, seien Ausgleichszahlungen auskömmlich gewesen, berichtet Geschäftsführer David.

Inzwischen beschäftige DIAKOVERE mehr als 5.400 Mitarbeitende und damit noch einmal 200 mehr als 2021. „Wir wissen: Der Erfolg von DIAKOVERE ist der Erfolg unserer Mitarbeitenden“, betont Dr. Anke. Dabei komme es auf die richtige Mischung aus Wirtschaftlichkeit im Handeln und der Ausrichtung auf die diakonischen Werte an. Dank der Leistungen aller sei es auch im Jahr 2021 gelungen, sich durch unsere Dienste für die Menschen gegen eine besonders anspruchsvolle Marktsituation und pandemiebedingte wirtschaftliche Einbußen zu stemmen. „Das verdient hohe Anerkennung und große Dankbarkeit“, so Anke. Bei DIAKOVERE werde gute Arbeit auch weiter gut bezahlt.

 
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