Für Unternehmen, die weitergehen… Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft

Veröffentlicht am: 07.02.2017 - 08:49 Uhr

Roman Jaenisch (BEZ, Betriebsberater), Heidrun Bellack (BEZ, Fachbereichsleiterin), Andrea Hammann (Behindertenbeauftragte der Stadt Hannover), Ralf Kretschmar (Inhaber), Harald Theus (Firma Kretschmar, Logistikleiter), Sabine Dittmeyer- Dette (Wirtschafts- und Umweltdezernentin) und Bernhardine Schröer-Suray (BEZ, Projekt SAPHIR Hannover)

Wir freuen uns sehr, dass unser Kooperationspartner Firma Kretschmar GmbH den diesjährigen Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft von der Stadt Hannover erhalten hat. Seit Januar 2013 besteht eine enge Zusammenarbeit mit dem Beruflichen Bildungs- und Eingliederungszentrum (BEZ), DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen GmbH.

Bereits 27 Teilnehmende aus der Maßnahme D.O.C.-Center (Diagnostik, Orientierung, Coaching) sowie ein Teilnehmer aus dem Projekt SAPHIR Hannover konnten und können ihre körperliche und psychische Belastbarkeit in verschiedenen Arbeitsbereichen, wie z.B. im Bürobereich, Gebäudemanagement, Lager und in der Produktion testen. Sie wurden während ihrer betrieblichen Erprobung fachlich angeleitet und waren innerhalb der Belegschaft gut integriert. Aus der Maßnahme D.O.C.-Center erhielten zwei Praktikanten einen Arbeitsvertrag als Betriebsschlosser und als Produktionsmitarbeiterin.

Mit der Preisverleihung würdigte die unabhängige Jury, bestehend aus Mitgliedern des Rates, der Beauftragten für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover, Andrea Hammann sowie der MitarbeiterInnen und VertreterInnen von Behindertenorganisationen und der Wirtschaft, die erfolgreiche Inklusionsarbeit der Firma Kretschmar.

Der Preis wurde in diesem Jahr zum fünften Mal vergeben. Oberbürgermeister Stefan Schostok erinnerte an die Initiative des Stadtrates aus dem Jahr 2011 zur Vergabe dieses Preises an Unternehmen, die Arbeits- und Ausbildungsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen oder erhalten und dankte den Initiatoren.

Wirtschaftsdezernentin Sabine Dittmeyer-Dette lobte in ihrer Laudatio das Engagement und die Motivation der Preisträgerin 2016. Diese kooperiere seit Jahren mit sozialen Bildungseinrichtungen, biete u. a. Praktikumsplätze für Menschen mit psychischen, körperlichen und/oder Mehrfachbehinderungen an und übernehme diese bei positivem Praktikumsverlauf sogar in eine Festanstellung. Diese Beschäftigten würden unter entsprechender Anleitung mit Arbeitsaufgaben in der Produktion betraut, die ihnen ein hohes Maß an individueller Entwicklung ermögliche. Zusammenfassend sei zu würdigen, dass die Firma die Forderungen der UN-Behindertenrechtskonventionen im Bereich Arbeit und Beschäftigung in hohem Maße erfülle.

Logistikleiter Harald Theus bedankte sich im Namen der Firma Kretschmar für die Preisverleihung u.a. beim Rat, bei der Jury und bei Frau Andrea Hammann. Für seine Firma sei es seit jeher selbstverständlich, Menschen entsprechend ihren individuellen Möglichkeiten bei gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung zu beschäftigen. 

 
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