Bundesbildungsministerium fördert Großprojekt im Annastift mit 452.000 Euro – Optimale Berufsorientierung für Schüler

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Ministerin Wanka übergibt Dr. Ulrich Spielmann den Förderungsbescheid

Hannover. Das Berufsbildungswerk (BBW) der Annastift Leben und Lernen gGmbH erhält vom Bundesministerium für Bildung und Forschung eine Förderung von 452.000 €. Das Geld fließt in das landesweit größte Projekt zur Berufsorientierung für 902 Schüler aus fünf Grund- Real - und Förderschulen aus der Region Hannover. Das Projekt ist anberaumt vom 1. Januar 2015 bis 31. August 2016.

Bundesbildungsministerin Prof. Dr. Johanna Wanka besuchte am Montagnachmittag das Annastift, um den Förderbescheid zu überreichen und sich von den Ausbildungsangeboten im Berufsbildungswerk zu überzeugen: „Die Berufswahl ist eine der ganz grundlegenden Entscheidungen fürs Leben und muss schon früh und wohlüberlegt getroffen werden. Daher ist das praktische Kennenlernen der Möglichkeiten wichtig, damit jeder Schüler und jede Schülerin selbstbewusst den passenden Weg findet.“


„Das Berufsbildungswerk ist stets auf der Suche nach neuen Projekten, um die berufliche Bildung von Menschen mit Handicap zu stärken. Schon in der Vergangenheit haben wir uns in der Zusammenarbeit mit Regelschulen in der Berufsorientierung engagiert. Mit der Teilnahme am Berufsorientierungsprogramm BOP können wir uns noch intensiver mit den Regelschulen vernetzen“, so Dr. Ulrich Spielmann, Geschäftsführer der Annastift Leben und Lernen gGmbH.


Das Berufsorientierungsprogramm BOP richtet sich an Schülerinnen und Schüler, die einen Abschluss der Sekundarstufe I als höchsten Schulabschluss anstreben. An der BOP-Maßnahme im BBW werden ab Januar 902 Schülerinnen und Schüler, davon 16 Förderschülerinnen- und Schüler, aus fünf Schulen verschiedener Schultypen teilnehmen. Die beteiligten Schulen sind die Werner-Dicke-Schule Hannover, die Dietrich-Bonhoeffer Realschule Hannover, die Katholische Ludwig-Windthorst-Schule Hannover, die Evangelische IGS Wunstorf und die IGS Mühlenberg.


Während einer Potenzialanalyse stellen die Schülerinnen und Schüler zunächst ihre Kompetenzen fest und leiten daraus Berufsinteressen ab. Bei den anschließenden Werkstatttagen haben sie dann die Chance, zwei Wochen lang mindestens drei Berufsfelder praktisch kennenzulernen.


„Das BBW bietet den Schülerinnen und Schülern eine Auswahl von 10 möglichen Berufsfeldern. Hier können Sie erste praktische Erfahrungen sammeln. Unsere erfahrenen Berufspädagogen begleiten die Werkstatttage“ erklärt Eberhard Engel-Ruhnke, der als Projektleiter das Programm begleitet.
Ein abschließendes Zertifikat dokumentiert die erprobten Bereiche und ausgeführten Tätigkeiten der Schülerinnen und Schüler.

Zu den angebotenen Berufsfeldern gehören beispielsweise Elektro- und Metalltechnik oder IT und Medien. Insgesamt bildet das BBW mehr als 40 Berufen aus.


Ministerin Wanka hob hervor: „ Sie vom Berufsbildungswerk Annastift leisten einen aktiven Beitrag zur Inklusion: Jeder wird so gefordert und gefördert, wie es seinen Möglichkeiten entspricht. Daher sind Sie ein guter Partner in der Berufsorientierung.“


Seit 2008 hat das Bundesbildungsministerium deutschlandweit bereits über 330 Mio. Euro für rund 740.000 Schülerinnen und Schüler in mehr als 1.000 Projekten im Rahmen des BOP bewilligt. Erste Berührungspunkte mit dem BOP hatte das BBW bereits im Jahr 2013. Rund 100 Schülerinnen und Schüler haben ihre Werkstatttage im BBW absolviert.


Das jetzige Großprojekt im BBW ist das größte seiner Art in Niedersachsen.
Das BBW richtet sich an junge Menschen mit seelischer oder psychischer Behinderung, Körper-, Lern- und Mehrfachbehinderungen, die eine Berufsausbildung nur mit besonderer Hilfe bestehen können. Im BBW befindet sich fast alles unter einem Dach: Ausbildungsstätten, Fachdienste und Internat.
Rund 300 Auszubildende und 80 Teilnehmer/innen in berufsvorbereitenden Maßnahmen leben und lernen derzeit im BBW in Mittelfeld.


Die Annastift Leben und Lernen gGmbH ist eine von 13 Betriebsgesellschaften der Diakonischen Dienste Hannover (DDH). Dort arbeiten insgesamt 4500 Menschen. Die DDH zählt zu den zehn größten diakonischen Unternehmen bundesweit.

 
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