Zwei Betriebe, die Inklusion leben

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AUSGEZEICHNET: OB Stefan Schostok (links) und Sabine Tegtmeyer-Dette mit den Teams der Praxen „Neuro-Concept“ und „FreuDie“. (Foto: Wilde)

Stadt zeichnet Unternehmen aus. Preisgeld soll Ansporn für Abbau von Barrieren sein.

Neue Presse 06.04.2017 - HANNOVER.

„Barrieren beiseite zu räumen, hilft allen.“ OB Stefan Schostok hat sich gestern bei zwei Unternehmen bedankt, die das in alltäglicher Praxis beweisen. Die Physiotherapeuten „Die Praxis – NeuroConcept“ und „FreuDie -Freudenberg Dienstleistungen“ beschäftigen Behinderte.

Beide Firmen hatten sich beworben um den Förderpreis für Inklusion in der Wirtschaft. Zum sechsten Mal vergibt den die Stadt; 42 Mittelständler hatten sich, so die Erste Stadträtin Sabine Tegtmeyer- Dette, dafür beworben. Diesmal teilen sich zwei das Preisgeld; für jeden gibt es 5000 Euro. „Das sollte ein Ansporn sein“, findet Susanne Freudenberg.

In ihrem 2011 gegründeten Betrieb, der Bürodienstleistungen anbietet, haben zwei Mitarbeiter einen Arbeitsplatz gefunden, die über das Berufsbildungswerk Annastift vermittelt wurde. Wegen ihrer gesundheitlichen Einschränkung gehört einmal wöchentlich Betriebssport im Vahrenwalder Park zum Programm. Das macht allen Spaß.

Larissa Handelmann hat in der Lindener Physiotherapeutenpraxis „Neuro- Concept“ eine Ausbildung im Bereich Bürokommunikation gemacht. Die junge Frau, die aufgrund ihres Handicaps zurückhaltend und unsicher war, geht inzwischen locker mit allen um – Vertreter der Stadt inklusive. Sie wird in ein unbefristetes Arbeitsverhältnis übernommen.

Das seien Beispiele, die Mut machen, findet Tegtmeyer-Dette und lobte die einstimmige Entscheidung der Jury. Die Firmen zeigten, dass soziale Verantwortung und wirtschaftliche Interessen nicht im Gegensatz stehen, sondern sich ergänzen.

„Inklusion funktioniert“, findet Schostok. Solche Beispiele ebneten den Weg zur inklusiven Stadt.

 
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