Medizinische Exzellenz

Patientengespräche mit den elf Top-Ärzten 2017

Elf DIAKOVERE Ärzte gehören 2017 zu den Top-Medizinern Deutschlands – ausgezeichnet mit dem Focus-Siegel. Grund genug, sich diese Expertise in neun Patientengesprächen der neu gestalteten medizinischen Reihe „DIAKOVERE – Medizinische Exzellenz" genauer anzuschauen. 


Ein künstliches Handgelenk führt zur Schmerzfreiheit

Die Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie ist die zweitälteste Klinik dieser Art in Deutschland. Und eine von nur sieben Kliniken in Deutschland, die eine Handgelenksprothese einsetzen kann - eine mögliche Alternative zur Handgelenksversteifung. 

Die Schmerzen in der Hand waren unerträglich. "Ich konnte am Ende nicht mal mehr die Türklinke drücken", sagt Heidi Voigt. Die 83-Jährige war vor einigen Jahren gestürzt und hatte sich das Handgelenk gebrochen. "Ich bin auf einer gefrorenen Pfütze ausgerutscht, als ich mit meinem Hund im Löns-Park spazieren gegangen bin", erinnert sich die Hannoveranerin. "Es hat mir die Beine weggezogen und dann lag ich da."

Der Bruch verheilte, doch das Gelenk war beschädigt. Die Gelenkknorpel lösten sich auf, es kam zu starkem Verschleiß. "Im weiteren Verlauf führt das häufig dazu, dass die Betroffenen schwere Handgelenksarthrose entwickeln – so wie Frau Voigt. Die Folge sind stärkste Beeinträchtigungen und Schmerzen“, erklärt Privatdozent Dr. Jürgen Kopp, Chefarzt der Plastischen, Hand- und Mikrochirurgie des DIAKOVERE Friederikenstifts in Hannover.

Prothese statt Gelenkversteifung

Dank der von PD. Dr. Kopp eingesetzten Handgelenksprothese kann Heidi Voigt (l.) ein schmerzfreies Leben führen.

Irgendwann konnte Voigts Orthopäde der Frau nicht mehr helfen. "Mir wurde geraten, das Gelenk zu versteifen. Eine Versteifung konnte mir aber auch keine Schmerzfreiheit garantieren", sagt Voigt. Auch Kopp tendierte anfangs zum dieser Maßnahme. "Eines Tages rief er bei mir an und sagte: Ich habe etwas Neues – wollen wir das probieren? Ich kann aber nicht garantieren, dass Sie danach schmerzfrei sind", erinnert sich Voigt. Eine neuartige Handgelenkprothese.

"Die Prothese, die wir benutzen, besteht aus drei Komponenten. zwei Titanimplantaten, welche im Speichenknochen und in der Handwurzelreihe verankert werden. Die Handwurzelkomponente trägt dabei eine Silikonhalbkugel welche auf dem Unterarmimplantat aufsitzt und dort verschleißfrei die Beweglichkeit des Handgelenkes ermöglicht", erklärt der Spezialist.

Der Eingriff gelang. Voigt ist glücklich: "Ich bin seitdem schmerzfrei und kann die Hand fast vollständig bewegen.“

Weitere Informationen und Kontakt zur Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie finden Sie hier:

Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie


"Führend in Europa"

Der Einsatz von Ellenbogenprothesen ist ein sehr seltener und komplizierter operativer Eingriff. Geschätzt wird er in Norddeutschland nur rund 30-mal im Jahr durchgeführt. Etwa zwei Drittel dieser Operationen verzeichnet allein die Gemeinsame Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie von Prof. Dr. Helmut Lill im DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover. Wann macht eine Ellenbogenprothese Sinn? Welchen Einfluss hat sie auf die Lebensqualität der zumeist betagten Patientinnen und Patienten?

"Und dann hat's auch schon gekracht und gescheppert"

Der ganze Ärger begann mit einer Pampelmuse. Ruth Grotefendt muss beinahe lachen,wenn sie an den Unfall denkt. "Wir schusselig ich war", sagt die 88-Jährige. Ende September wollte Grotefendt es sich mit einer Zitrusfrucht auf der Terrasse gemütlich machen. "Ich denke noch: Was bin ich wendig", erinnert sich die alte Dame. "Und dann hat's auch schon gekracht und gescheppert", und Grotefendt lag auf ihrem linken Arm. Schmerzen. Aufgrund der Nähe vom Wohnort Linden zur Calenberger Neustadt landete die rüstige Dame im DIAKOVERE Friederikenstift - und war dort auch fachlich an der richtigen Stelle. "Das Ellenbogengelenk war praktisch zerstört", sagt Prof. Dr. Helmut Lill, Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Ellenbogenspezialist.

Fünf Tage lang trug Grotefendt einen so genannten Fixateur externe, dann setzte Prof. Lill ihr eine Ellenbogenprothese ein. "Das ist ein sehr seltener Eingriff. Wir führen ihn etwa 10 bis 15-mal im Jahr durch – damit sind wir führend in Europa", sagt Lill, der seit mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Prothesen dieser Art hat. "Das neue Gelenk fühlt sich gut an. Ich habe keine Last damit", sagt Grotefendt. "Man muss es nehmen wie es kommt."

Ein neues Gelenk bedeutet zurückgewonnene Lebensqualität

Rony-Orijit DeyHazra,Prof. Helmut Lill und Patient Norbert Koch begutachten das Röntgenbild der erfolgreich eingesetzten Prothese im Ellenbogen.

Norbert Koch aus Bückeburg (Stadthagen) bekam nur wenige Tage nach Grotefendt das künstliche Gelenk implantiert. Der 62-Jährige war im Januar gefallen. Diagnose: Trümmerbruch des linken Ellenbogens. "Mein erster Chirurg sagte mir, das Gelenk sehe aus wie ein 3-D-Puzzle und hat versucht, es zu rekonstruieren." Das klappte nicht. Die Fragmente wuchsen nicht zusammen, einzelne wurden nekrotisch. Der Alltag war erheblich beeinträchtigt

Schließlich empfahl der Mediziner eine zweite Meinung bei den Experten im Friederikenstift einzuholen und sich gegebenenfalls dort operieren zu lassen. "Mein Körperempfinden hat sich glich nach der OP deutlich verbessert!", sagt Koch. Inzwischen kommt er mit seinen Fingern sogar wieder an den zweiten Knopf seines Hemdes. Das Thema Prothese bedeutete kein Problem: "Wenn alles andere versucht wurde und nur das eine Verbesserung bringt, möchte ich das haben."

Weitere Informationen und Kontakt zur Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie finden Sie hier:

Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie


 
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