Ambulante Ernährungsberatung im DIAKOVERE Henriettenstift

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Das Ernährungsteam im Henriettenstift: Susanne Weiner, Dr. Timm Franzke und Verena Westerholz

Low Carb, Superfood, Zuckerfrei, vegan – Ernährungstrends gibt es zahlreiche. „Ernährung ist eine Sache, da kann erst einmal jeder etwas zu sagen“, berichtet Susanne Weiner. Sie ist Koordinatorin des Ernährungsteams im DIAKOVERE Henriettenstift und zertifizierte Diätassistentin. Doch spätestens, wenn Krankheiten oder dauerhafte körperliche Belastung zum Beispiel beim Sport ins Spiel kommen, funktionieren auch die neusten Trends nicht mehr. „Hier lohnt sich der Blick hinter die Kulissen“, so die Expertin. Eine Mangelernährung stellt einen unabhängigen Risikofaktor für die Entstehung von Komplikationen wie etwa Wundheilungsstörungen oder Störungen des Immunsystems dar. Auch Erschöpfung und Schwäche können Symptome für eine Mangelernährung sein.

Seit April 2019 bietet sie mit ihrem Team eine ambulante Ernährungssprechstunde an. Entstanden ist das Angebot aus der Zusammenarbeit mit dem zertifizierten Darmkrebszentrum sowie die dem Adipositaszentrum im Henriettenstift heraus. Viele Patienten der Zentren müssen aufgrund ihrer Diagnose ihre Ernährung anpassen oder umstellen „Um unseren Patienten alles aus einer Hand anbieten zu können, haben wir die Ernährungssprechstunde eingerichtet.“  

Künftig können auch Patienten, die nicht im Henriettenstift in Behandlung sind, das Angebot der Ernährungsberatung ambulant in Anspruch nehmen. Die Beschwerdebilder, bei denen eine Ernährungsberatung sinnvoll ist, sind vielfältig. Neben onkologischen oder neurologischen Erkrankungen sowie Stoffwechselerkrankungen, spielt sie auch im Bereich der Lebensmittelinteloranzen eine große Rolle. Der Vorteil der Ernährungsberatung über die Klinik liegt auf der Hand – hier ist die gesamte Expertise vor Ort.

Patienten, die in die Sprechstunde kommen, bekommen zunächst die Aufgabe, ein detailliertes Ernährungstagebuch zu führen. Daraus erarbeitet Susanne Weiner gemeinsam mit dem Patienten individuelle Empfehlungen: „Unser Ziel ist immer, die Lebensqualität des Patienten wiederherzustellen oder zu steigern und Lösungen zu finden, die möglichst alltagskompatibel sind.“ Eine Beratung geht in der Regel über drei bis fünf Termine. Bei Vorliegen einer medizinischen Indikation werden die Kosten der Beratung bereits von einigen Krankenkassen übernommen. Der Weg zu einer Ernährungsberatung führt im Regelfall über den Hausarzt, mit dem die Ernährungsberaterin auch im Anschluss die weitere Diät oder Ernährungsumstellung abstimmt. In diesem Informationsblatt (PDF) finden Interessierte nähere Informationen.


Das Thema Ernährung spielt in den DIAKOVERE Krankenhäusern eine besondere Rolle. Da der Ernährungsstatus auch einen großen Einfluss auf die Gesundung des Patienten hat, wird dieser seit 2017 bei allen stationären Patienten standardisiert abgefragt. Liegt eine Mangelernährung vor, wird das Ernährungsteam in die Behandlung einbezogen. 

 
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