DIAKOVERE macht Förderschüler für die Berufsausbildung stark

Veröffentlicht am: 02.03.2018 - 11:46 Uhr

Teilnehmende Schülerinnen und Schüler lernen das Handwerk in den einzelnen Berufsfeldern kennen.

Schulpflicht erfüllt – was dann? Diese Frage beschäftigt jedes Jahr Tausende Schülerinnen und Schüler in ganz Deutschland. Ausbildungsberufe gibt es viele, über 300, doch einigen Gruppen fällt es sehr schwer, sich für einen konkreten, passenden Ausbildungsberuf zu entscheiden. Das gilt beispielsweise für Jugendliche von Förderschulen, denen der direkte Übergang in eine betriebliche Berufsausbildung in vielen Fällen verwehrt bleibt.

Das DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen hat das Berufsausbildungsnetzwerk Reha-Verbundausbildung ins Leben gerufen, um Betroffene schon während der Pflicht-Schulzeit auf die Zeit danach, nämlich auf eine betriebliche Berufsausbildung vorzubereiten. Seit dem 1. Februar 2018 nehmen 50 Schülerinnen und Schüler von Förderschulen mindestens einmal in der Woche an einer vertiefenden Berufsorientierung und einer Ausbildungsvorbereitung teil. Partner des Netzwerks sind der Europäische Sozialfonds, Region Hannover, Agentur für Arbeit Industrie- und Handelskammer, Landwirtschaftskammer, Handwerkskammer, Förder- und Regelschulen sowie Berufsbildendeschulen der Region Hannover.

Ziele der Reha-Verbundausbildung

  1. Die Schülerinnen und Schüler erhalten während der Schulzeit eine vertiefte Berufsorientierung und in die Schulzeit integrierte Ausbildungsvorbereitung und werden von Sozialpädagogen und Berufsausbildern auf die Aufnahme einer betrieblichen Ausbildung vorbereitet.
  2. Teilnehmerinnen und Teilnehmer gehen unmittelbar nach Abschluss der Schulzeit im Sommer 2019 ein betriebliches Ausbildungsverhältnis ein. Teilnehmenden Betrieben wird sowohl während der Praxistage als auch im Rahmen einer anschließenden betrieblichen Ausbildung passgenaue Unterstützung und regelmäßiger Austausch mit einem festen Ansprechpartner des Annastifts angeboten. Die ebenso inbegriffene rehabilitationspädagogische Zusatzqualifikation (ReZA) befähigt Fachpraktiker auszubilden und ist über das Projekt hinaus auf sich wandelnde Anforderungen im Ausbildungsalltag anwendbar.
  3. Betriebe in Hannover beteiligen sich systematisch an der Ausbildung von Fachpraktikerberufen (theoriereduzierte Ausbildung) und ermöglichen ihren Ausbildern den Aufbau spezifischer behinderungsbezogener Ausbildungskompetenzen durch den Erwerb der Rehapädagogischen Zusatzqualifikation, die Unternehmen durch die DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen in dem Pilotprojekt erwerben können. Sie entwickeln die Fähigkeiten und Strukturen, junge Menschen mit Behinderung, auch im Anschluss an das Projekt auszubilden.

„Wir freuen uns, mit diesem innovativen Berufsorientierungsprojekt in der Region Hannover Schülern mit Förderbedarf intensiv auf die betriebliche Ausbildung vorzubereiten und ihnen den Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen. Sollten Sie als Unternehmer sich aktiv an einer inklusiven Gesellschaft beteiligen wollen, Jugendlichen mit Handicap eine Ausbildung in Ihrem Betrieb zu ermöglichen, freue ich mich über eine Rückmeldung“, sagt Cosima Küchler. Teamleitung der Reha-Verbundausbildung im DIAKOVERE Annastift Berufsbildungswerk.

 
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