Erweiterung im Haus am Leuchtturm: „Zuhause – statt: Zuhause auf Zeit“

Veröffentlicht am: 20.09.2017 - 13:58 Uhr

Beim offiziellen Spatenstich

Sven Thren, Prokurist der DIAKOVERE Altenhilfe (m.), vollführte den ersten Spatenstich für die Erweiterung. Mit dabei sind Dr. Ulrich Spielmann, Geschäftsführer DIAKOVERE, die ehemalige Bürgermeisterin Ingrid Lange, Architekt Dirk Kolfhaus, Bezirksbürgermeister Henning Hofmann, eine Bewohnerin und Hausleitung Patricia Gorski-Schmidt (v.l.n.r.). Foto: Marcel Domeier

Mit dem heutigen Spatenstich im „Haus am Leuchtturm“ beginnt der Ausbau und die Konzepterweiterung des Gerontopsychiatrischen Pflegeheims der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift. Mit der geplanten Baumaßnahme (Anbauten und Umbauten im Gebäude) soll erreicht werden, die Vorzüge des jetzigen Pflegeheimkonzepts für die Zielgruppe „motorisch unruhige Menschen mit starker Demenz“ zu kombinieren mit guten Rahmenbedingungen für die Pflege der Zielgruppe „bettlägerige Menschen mit starker Demenz“. Sven Thren, Prokurist der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift, sagt: „Es gibt Bewohner, die seit der Eröffnung bei uns wohnen und zunehmend ihre Mobilität verlieren. Der Ausbau ist wichtig, um auch für nicht mobile Bewohner ein Zuhause zu schaffen.“ Das Haus am Leuchtturm wird daher um 20 Plätze und einen Verwaltungstrakt erweitert. Die Arbeiten sollen im Herbst 2018 abgeschlossen sein. Rund 2,6 Millionen Euro investiert DIAKOVERE für dieses Projekt am Standort Groß-Buchholz. Das Deutsche Hilfswerk unterstützt die Maßnahmen mit 300.000 Euro.

Bisheriges Bau- und Pflegekonzept: Große Bewegungsfreiheit in sicherem Rahmen

Das Haus am Leuchtturm der DIAKOVERE Altenhilfe Henriettenstift gGmbH in Hannover-Buchholz hält zurzeit 40 Plätze für Menschen mit ausgeprägter Demenz vor. Es ist seit seiner Eröffnung im Jahre 2000 ein innovatives und attraktives Pflegeangebot für die zunehmende Zahl von Menschen mit starker Demenz, die körperlich mobil sind. Diese Menschen sind oft sehr unruhig, haben einen hohen Bewegungsdrang, laufen häufig weg, verbunden mit hohem Gefährdungspotential für die Betroffenen. Tritt diese Problemkonstellation in der Häuslichkeit auf, überfordert sie die pflegenden Angehörigen dieser Menschen. Das führt dann zur Überleitung in Pflegeheime wie das Haus am Leuchtturm.

Die Erfahrung seit der Eröffnung des Hauses am Leuchtturm vor 16 Jahren zeigt, dass es – anders als im klassischen Pflegeheim – gelingt, Menschen trotz ihrer Demenz ein Leben in Würde und mit großem persönlichem Freiraum zu ermöglichen. Anders als in konventionellen Pflegeheimen stellt DIAKOVERE so die Betreuung und Pflege weitgehend ohne pharmakologische Sedierung und auch ohne freiheitsentziehende Maßnahmen (Fixierungen) sicher. Nicht von ungefähr ist seit Bestehen des Hauses die Nachfrage an Plätzen größer als das Platzangebot.

Konzepterweiterung: integrierter Pflegewohnbereich (Oase)

Im Rahmen der Erweiterung wird innerhalb des Hauses ein barrierefreier Pflegewohnbereich („Oase“) mit 20 Plätzen eingerichtet, der speziell auf die Bedürfnisse von bettlägerigen Menschen mit starker Demenz und intensivem somatischen Pflegebedarf ausgerichtet ist.

Trotz eines eigenen Bereichs sind die bettlägerigen Bewohner in alle Aktivitäten des Hauses eingebunden und profitieren von allen Qualitätsmerkmalen des Hauses (Ebenerdigkeit, eigene Küche im Haus, leicht erreichbarer großer Garten usw.). Und ganz wichtig: Sie bleiben in ihrem Zuhause, in ihrer vertrauten Umgebung, versorgt von ihnen vertrauten Pflegekräften.

Zuhause – statt: Zuhause auf Zeit.

 
 
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