Das erste Tageshospiz der Region Hannover wird eröffnet

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Foto: Marcel Domeier

Am Standort Hannover-Buchholz ist das DIAKOVERE Uhlhorn Hospiz um ein Tageshospiz mit sechs Plätzen erweitert worden. „Wir nehmen Patienten mit weit fortgeschrittener Erkrankung und einer begrenzten Lebenserwartung auf. Gerade berufstätige Angehörige haben oft keine Möglichkeit, die Versorgung ihrer Familienmitglieder zu Hause zu übernehmen. Dieses teilstationäre Angebot ist eine Ergänzung des ambulanten Palliativ- oder Pflegedienstes und integraler Bestandteil des Hospizes“, führt Anke Reichwald, Geschäftsführerin Uhlhorn Hospiz und DIAKOVERE Pflegedienste gGmbH, aus.

Der Zugang zum Tageshospiz wird zum Beispiel über den ambulanten Palliativdienst vermittelt.

„Es wird Schwerstkranken die Möglichkeit bieten, neben einer professionellen, ganztägigen Versorgung nicht ganz auf ihr Zuhause verzichten zu müssen“, erklärt Schwester Gabi Kahl, Leiterin des Uhlhorn Hospiz, das neue Angebot. Außerdem hat das Uhlhorn Hospiz zwei weitere Zimmer erhalten: Die Familienzimmer gehen besonders auf die speziellen Bedürfnisse von Eltern und Kindern ein, denn leider nimmt die Zahl der jungen Bewohnerinnen und Bewohner stetig zu.

„Das Tageshospiz und die Familienzimmer machen deutlich, dass es uns um ein gutes Leben bis zuletzt geht. Tagesgäste und Bewohner werden bei uns medizinisch, pflegerisch und menschlich begleitet und kehren abends wieder in ihr Zuhause zurück. Den Tag verbringen sie aber in Gemeinschaft und in unserer Obhut“, freut sich Anke Reichwald über das umfassende Versorgungsangebot von DIAKOVERE und fährt fort: „Diese Alltäglichkeiten geben Struktur, wo sie verloren zu gehen droht und machen den Kopf freier von Sorgen und Ängsten. Mit anderen beispielsweise in der Gemeinschaftsküche zu backen oder sich auszutauschen, stiftet Gemeinschaft, steht für Lebensqualität und eine gewisse Unabhängigkeit. Am Abend gehen die Tagesgäste nach Hause mit einem Gefühl, dass dieser Tag nicht verloren war.“

Der Neubau und auch die umfangreichen Renovierungsarbeiten konnten unter anderem mit Spendengeldern finanziert werden. Dazu sagt Pastor Uwe Mletzko: „Die Baukosten liegen bei drei Millionen Euro. Wir sind dankbar für Spenden und Erbschaften, die uns geholfen haben, das Haus zu errichten. Ebenso hatten wir aufgerufen, „Wegbereiter“ für das Tageshospiz zu sein. Wir danken allen die sich daran beteiligt haben. So kann dieses Haus ein Segen werden für die Menschen, die hier ein und ausgehen werden.“ Die „Wegbereiter“ haben mit ihrer Spende einen Stein mit Namensgravur erhalten – diese Steine bilden nun die Zuwegung zum Tageshospiz.

 
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