Prof. Bernd Weber feiert 70. Geburtstag

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Prof. Bernd Weber

„Ich möchte neugierig bleiben, Grenzen abtasten und begeisterungsfähig bleiben“. Mit diesen Worten verabschiedete sich der  langjährige Vorstandsvorsitzende der Agaplesion AG Prof. Bernd Weber aus dem aktiven Dienst. Das war vor drei Jahren. Seit mehr als einem Jahr „lebt“ Weber diese Vorsätze als  Geschäftsführer des Gesundheits- und Sozialkonzerns Diakonische Dienste Hannover (DDH). Am Sonntag, 23. August, feierte der Diakoniemanager seinen 70. Geburtstag.

Er übernahm die Verantwortung für den größten diakonischen Dienstgeber in Niedersachsen mit insgesamt 4500 Mitarbeitenden und einem Jahresumsatz von 330 Mio. Euro in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Unter Webers Regie wurde ein umfassender Erneuerungs- und Veränderungsprozess eingeleitet, in dessen Kern die spürbare Verschlankung der Unternehmensstruktur, eine Reihe von Kostendämpfungsmaßnahmen sowie eine weit reichende Medizinstrategie stehen. Am Ende des auf vier Jahre angelegten Veränderungsprozesses rechnet Weber mit stabilen Jahreserlösen von mindestens rund 6 Millionen Euro, um nachhaltig investitions- und zukunftsfähig zu sein.

Der gebürtige Nordpfälzer war u. a. langjähriger Vorsitzender des Finanzausschusses des früheren Diakonischen Werkes in Hessen und Nassau sowie Mitglied in dessen damaligem Hauptausschuss.  Weber war bis 2012 Vorstandsvorsitzender der Agaplesion gAG und gilt als erfahrener „Macher“ und Gestalter im Gesundheitswesen.

Weber hatte im Jahr 2002 die bundesweit tätige Agaplesion gAG initiiert. „Es gibt vermutlich keinen diakonischen Unternehmer im deutschsprachigen Raum, der so klar und erfolgreich unsere Verantwortung für Krankenhauswesen und Altenhilfe benannt und gestaltet hat“, sagte Pfarrer Dr. Wolfgang Gern, Vorstandsvorsitzender der Diakonie Hessen, anlässlich des Geburtstags von Weber. „Ressourcen nutzen und Überschüsse einsetzen, damit Innovation möglich ist; die Spannung zwischen Profil und Wirtschaftlichkeit aushalten – und die folgerichtigen Konflikte aktiv gestalten; immer wieder die bestmöglichen Organisationsformen in der Zuwendung zum Menschen ausloten – das alles hat die Zusammenarbeit mit ihm spannend gemacht. Ich wage zu sagen: Ohne seine Fähigkeit zum rechtzeitigen Handeln und Eingreifen wäre es heute in Deutschland um das evangelische Krankenhauswesen arm bestellt“, so Gern.

Weber selbst sagt: „ Wir müssen in der Diakonie immer wieder den Mut haben, das Spannungsverhältnis zwischen christlicher Prägung und Wirtschaftlichkeit auszuhalten und bewusst anzugehen. Als Unternehmen sollten wir Kontinuität durch Veränderung sichern und dabei eine Kultur des Vertrauens schaffen für die Mitarbeitenden und Trägereinrichtungen.“ Die Diakonie müsse die Bodenhaftung behalten und die Balance zwischen Kontinuität und Veränderung bewahren. „Denn die Diakonie zeichnet sich dadurch aus, dass sie in Grenzbereichen des Lebens hilft und unterstützt. Darin liegt ihre Berechtigung. Sie muss auf die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen mit ihren christlichen Werten und Maßstäben reagieren, wenn wir in ihnen bestehen wollen.“ 

 
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