Team im Krankenhaus

Historisches Archiv der Henriettenstiftung

Es liegt in der Natur einer mehr als 150 Jahre alten Institution, dass sie sich auch über ihre Geschichte definiert.

Blätter über und für die Diaconissensache - Die erste Ausgabe von 1868
Blätter über und für die Diaconissensache.
Die erste Ausgabe von 1868

Ende der 80er Jahre des vergangenen Jahrhunderts entschloss sich der Vorstand der Henriettenstiftung dem dadurch Rechnung zu tragen, dass der vorhandene Bestand an Akten und Urkunden, Bildern und Tonträgern zentral zu erfassen, zu bewahren und zugänglich zu machen sei. Seit 1992 ist der Historiker Andreas Sonnenburg für das Archiv der Henriettenstiftung verantwortlich.

Der Bestand umfasst im Wesentlichen

  • Schwesternakten
  • Akten des Vorsteherbereiches seit dem Jahre 1943, darin Akten der Außenstationen
  • Jahresberichte seit 1861
  • Tonträger mit Aufnahmen von Veranstaltungen seit den 1960er Jahren
  • Fotos unterschiedlicher Provenienz, die zum Teil bis in die 1870er Jahre datierbar sind
  • Autographen und Urkunden
  • Monatsschreiben, Schwesternrundbriefe.
  • Blätter aus dem Henriettenstift
Unterschrift Büttners unter Monatsschreiben
Unterschrift Büttners unter Monatsschreiben

Ein hervorzuhebender Teil des Bestandes sind die Blätter aus dem Henriettenstift (seit 1868) und die Schwesternrundbriefe (seit 1876). Da der ursprüngliche Aktenbestand, der sich im Haus an der Marienstraße befand (damals Misburger Damm), in der Nacht des 9. Oktobers 1943 vernichtet worden war, stellen diese Dokumente – besonders die internen Schwesternrundbriefe oder Monatsschreiben – wichtige Quellen für die Forschung über die ersten Jahrzehnte einer großen diakonischen Einrichtung dar.

Interessant sind hierbei die unterschiedlichen Funktionen dieser regelmäßigen Veröffentlichungen. Die Blätter, zuerst Blätter über und für die Diaconissensache, waren eine frühe Form der Öffentlichkeitsarbeit, sie dienten der Außendarstellung und richteten sich an Freunde des diakonischen Gedankens. Die Schwesternrundbriefe oder Monatsschreiben, verfasst von Vorsteher Johannes Samuel Büttner, später auch von Oberin Anna Forcke, hatten die Aufgabe, die Bindung zwischen Mutterhaus und den Schwestern in den Außenstationen aufrecht zu halten: Fünfzig Jahre nach Gründung waren 569 Schwestern in fünfzig Krankenhäusern und 108 Gemeinden tätig! 

Ihr Ansprechpartner für das historische Archiv

  •  Andreas Sonnenburg
    Andreas Sonnenburg
    Ansprechpartner für:
    Online-Kommunikation, DIAKOVERE-Archiv
    Tel: 0511 / 289 2503 - 0511 / 5354 981
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