Ärzteteam Orthopädie im Annastift

Die Hüftgelenkdysplasie (Hüftdysplasie)

Die Hüftreifungsstörung gehört zu den häufigsten angeborenen Fehlbildungen des Skeletts und tritt mit einem Verhältnis von 4:1 mal häufiger bei Mädchen auf. Es kommt dabei zu einer unzureichenden Überdachung des Hüftkopfes. In Deutschland wird sie bei zwei bis vier Prozent aller Säuglinge diagnostiziert. Die Ultraschalldiagnostik ermöglicht es, eine Hüftdysplasie bereits direkt nach der Geburt im Rahmen der Untersuchungen U2 oder U3 festzustellen.

Mit einer guten orthopädischen Behandlung und Hilfsmitteln wie der Tübinger Hüftbeugeschiene kann die Hüftreifungsstörung meist vollständig konservativ geheilt werden. Reicht die konservative Therapie nicht aus, kann eine operative Korrektur in der Kindheit notwendig sein (z. B. Acetabuloplastik)

Wird die Erkrankung jedoch nicht erkannt, kann die unzureichende Hüftkopfüberdachung (Abb. 23) und die damit verbundene ungleiche Kraftverteilung im Hüftgelenk im frühen Erwachsenenalter zu Schmerzen führen, die sich typischerweise als belastungsabhängige Schmerzen in der Leiste äußern. Diese Fehlstellung kann zur frühzeitigen Arthrose führen und sollte bei entsprechendem Schweregrad und klinischen Problemen operativ korrigiert werden. Eine normale Röntgen-Beckenübersichtsaufnahme lässt bereits die Diagnose einer möglichen Hüftgelenksdysplasie zu. Im Erwachsenenalter ohne relevanten Knorpelschaden ist häufig eine Umstellungsosteotomie sinnvoll.

Spezialsprechstunde Hüftdysplasie

Prof. Dr. Henning Windhagen

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