Ärzteteam Orthopädie im Annastift

Geschichte und Entwicklung

Portrait Anna von Borries
Anna von Borries,
* 1854 ; †1951

Das Annastift nahm seine Arbeit am 07. November 1897 auf - als elf körperbehinderte Kinder mit einer Diakonisse in ein neu gebautes Haus in der Heimchenstraße in Hannover-Kleefeld einzogen. Hier sollten sie ausgebildet werden und wohnen.

Im Namen unserer Einrichtung bewahren wir die Erinnerung an die Gründerin unseres Hauses, Anna von Borries. 1891 hat sie mit ihrer Spende von 5.000 Mark zur "Erziehung und Fürsorge" jugendlicher Körperbehinderter den Grundstein für das heutige Annastift gelegt.

Vom kleinen Heim zum orthopädischen Rehabilitationszentrum

Inzwischen hat sich viel getan. Aus dem ersten Heim ist ein komplexes
Rehabilitationszentrum für Menschen mit Behinderungen und für
orthopädisch kranke Menschen geworden. Das Annastift ist mittlerweile in
 fünf Fachbereiche gegliedert.


"Der Täter ist der Glaube - die Liebe ist die Tat", so hat Anna von
Borries einst ihre Arbeit überschrieben. Der christliche Glaube ist die
Wurzel unseres Tuns - heute wie vor über 100 Jahren.

Annastift - eine diakonische Einrichtung und gleichzeitig ein modernes Dienstleistungsunternehmen

Das erfordert ein hohes Maß an effizientem Management und
professioneller Verwaltung. So sind für uns beispielsweise
Qualitätsmanagement und Controlling notwendige Instrumente, unseren
diakonischen Auftrag und Anspruch auch in Zukunft in die Tat umsetzen zu
 können. Wir kooperieren dabei mit mehreren Partnern und haben auch
Tochtergesellschaften gegründet.

Christliches Menschenbild

Die Grundlage unserer Arbeit in allen Bereichen ist das christliche Menschenbild.
Bei unserer Arbeit stehen Sie als Patientin und Patient mit Ihren
Bedürfnissen, Wünschen und Anforderungen im Mittelpunkt. Für Sie und für
 unsere rund 1.200 Mitarbeitenden wollen wir ein Ort sein, an dem sich
Nächstenliebe ereignet.


Chronologie des Bauens

1897 Das erste eigene Heim
1902 Erster Anbau
1908 Das neue Lehrlingsheim
1913 Das Pfarrhaus, das 1936 noch einen Anbau bekam
1914/15 Verbindungsbau zwischen dem ersten Heim und dem Lehrlingsheim
1925/27 Modernisierung des Annastifts
1951 Ein neues großes Krankenhaus, Name: Landesbischof Marahrens-Haus
1957 Pflegeheim Haus Roderbruch (Neubau, heute heißt es Wohnheim Kleefeld
1959 Sonderschule und Schulwohnheim (Neubau)
1963 Ein Schulpavillon wird gebaut
1965 Das Schwesternwohnheim, Hochhaus genannt
1969 Neue Sonderschule in Kleefeld (Werner-Dicke-Schule I)
1974 Das Berufsbildungswerk in Hannover-Mittelfeld
1979 Das neue Haus Roderbruch in Mittelfeld
1986 Die Werner-Dicke-Schule II in Mittelfeld
1989 Das Orthopädische Fachkrankenhaus am Standort Kleefeld soll komplett renoviert und umgebaut werden, der 1. Bauabschnitt beginnt mit dem Bettenhaus in Kleefeld
1989/90 Neue Werkstätten für die Orthopädie-Technik
1991 Die Kapelle in Kleefeld
1993 Das Wohnheim in Mittelfeld wird erweitert, ein neuer Standort kommt dazu: eine Wohnanlage in der Tiergartenstraße (Kirchrode)
1997 Internats- und Wohngruppengebäude in Mittelfeld (Neubauten)
1998 Orthopädisches Fachkrankenhaus in Kleefeld, der 2. Bauabschnitt
2004 Sanierung des Orthopädischen Fachkrankenhauses abgeschlossen mit der Einweihung des 3. Bauabschnitts

Die Poliklinik der Medizinischen Hochschule Hannover

Die Orthopädische Klinik und Poliklinik der Medizinischen Hochschule Hannover wurde nach der Einrichtung eines orthopädischen Lehrstuhls 1980 im Fachkrankenhaus Annastift etabliert. Hier befand sich zum damaligen Zeitpunkt bereits ein akademisches Lehrkrankenhaus mit einer 301 Betten umfassenden Klinik, die sich aus einer 1897gegründeten so genannte Krüppelanstalt zu einem über Niedersachsen hinaus bekannten orthopädischen Fachkrankenhaus entwickelt hatte.

Erster Lehrstuhlinhaber war Prof. Dr. H.-J. Refior, zweiter Lehrstuhlinhaber war von1988 bis Juni 2006 Prof. Dr. med. C.J. Wirth. Seit dem 1. Juli 2006 ist Prof. Dr. med. H. Windhagen der Ordinarius der Orthopädischen Klinik der Medizinischen Hochschule Hannover. Die Orthopädische Klinik der MHH betreut heute in 187 stationären Betten operative und konservative Patienten. Somit wird das gesamte Spektrum der modernen Orthopädiebehandelt, insbesondere die Kinderorthopädie, die Wirbelsäulenchirurgie, die gelenkerhaltende Chirurgie, Sport- und Rheumaorthopädie oder die minimalinvasive Endoprothetik. In diesem Bereich wird die Navigation eingesetzt; siepräzisiert die Position beispielsweise einer Knieendoprothese. Auch die Tumororthopädie, die in die Tumorsprechstunde der Medizinischen Hochschule eingebunden ist, wird nach den modernsten Gesichtspunkten heutiger Knochenchirurgie durchgeführt.

 
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