DDH stellt umfassende Medizinstrategie vor: Standortkonzentration, mehr Spezialisierungen

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Herzstück des Zukunftsprozesses innerhalb der DDH ist die jetzt veröffentlichte Medizinstrategie. Sie ist auf die Bedürfnisse der zu versorgenden Patienten ausgerichtet. Das Konzeptpapier ist das Ergebnis einer mehrmonatigen Projektarbeit, an der Chefärzte, Pflegeexperten, Geschäftsführung und auch externe Berater beteiligt waren.

Die DDH-Strategie verfolgt unter anderem das Ziel der Standortkonzentration. Kleinere, aus der langen Historie der Stifte abzuleitende Standorte, sollen mit ihren Angeboten in die großen Stammhäuser integriert werden. Die derzeitigen Immobilien sind nach Auskunft des Unternehmens für die künftige Positionierung des Konzerns nicht zwingend betriebsnotwendig und verursachten darüber hinaus teilweise erhebliche Aufwendungen für Instandhaltungen.

Die DDH hat daher das Ziel, bis 2020 ihre Patientenbetreuung schrittweise auf die Standorte Friederikenstift (Humboldtstraße), Henriettenstift (Marienstraße) und Annastift (Kleefeld) verdichtet zu haben. Hinzu kommt das neue Mutter-Kind-Zentrum auf der Bult.

Inhaltlich erhalten die dann gestärkten Hauptstandorte durch die Zusammenführung thematisch verwandter und medizinisch symbiotischer Fachrichtungen zusätzliche Schärfung und Straffung.

Zentren, die aufgrund des bestehenden Versorgungsbedarfs weiterhin eine Mehrstandort-Lösung erfordern, werden künftig zentral geführt. Dies gilt für die neuen Zentren

  • Zentrum für Innere Medizin
  • Zentrum Viszeralmedizin
  • Zentrum für Unfallchirurgie und Orthopädie
  • Weitere Bausteine der Strategie sind u. a. Zentren für Gefäßmedizin, Altersmedizin, endokrine Chirurgie, Rehabilitation, Menschen mit Behinderung, Onkologie, ein Muskulo-Skelettales Zentrum sowie das neue Mutter-Kind-Zentrum.

Überdies wird die DDH ein zentrales Anästhesie-Institut entwickeln und die Radiologie und Nuklearmedizin zentral koordinieren. Auch die ambulanten Operationszentren werden künftig verdichtet.

Die Notfall- und Unfallaufnahmen und  die Neuromedizin mit ihren Stroke Units an den Standorten Marienstraße (Henriettenstift) und Humboldtstraße (Friederikenstift) bleiben auf Grund der sehr hohen Belegungsquoten (100 Prozent und mehr) und wegen der örtlichen Versorgungsnotwendigkeit in der bisherigen Doppelstruktur erhalten. Als sogenannte Quartierversorger gibt es im Einzugsgebiet dieser Angebote nahezu keine Überschneidungen. Beide Krankenhäuser sind darüber hinaus wesentlicher Bestandteil der Krisen- und Katastrophenversorgung der Stadt Hannover und ihrer Rettungsdienste.

Folgende Kliniken werden verlegt:

  • Klinik für Plastische, Hand- und Mikrochirurgie. Von Marienstraße (Unfallklinik) nach Standort Friederikenstift, Humboldtstraße
  • Geriatrische Klinik. Von Kirchrode nach Standort Henriettenstift, Marienstraße.
  • Geburtshilfe und Perinatalzentrum. Von Kirchrode und Humboldtstraße ins neue Mutter-Kind-Zentrum auf der Bult.
  • Gynäkologie. Zusammenführung  am Standort Henriettenstift, Marienstraße
  • Klinik für Psychosomatik. Von Kirchrode an einen der Hauptstandorte (Standort wird geprüft)
  • Hals-Nasen-Ohren Klinik mit Augenheilkunde. Von Lister Krankenhaus an Hauptstandort.

Die Verlagerungen der Kliniken sollen bis 2020 abgeschlossen sein. Zwischenzeitliche Interimslösungen sind aus baulichen Gründen nicht auszuschließen.

Dem Niedersächsischen Sozialministerium ist der Inhalt der Strategie in der vergangenen Woche vorgestellt worden. Der Vorgabe, wonach das Land Niedersachsen künftig in erster Linie Projekte zur Optimierung der Versorgungsstrukturen fördern wird, werde man mit dieser Medizinstrategie umfänglich gerecht, betonte die DDH bei der Vorstellung des Konzepts.

Die DDH zeigt sich zuversichtlich, im Förderprogramm des Landes Niedersachsen entsprechend berücksichtigt zu werden.

 
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