„Eine warme Mahlzeit am Tag ist auch in Hannover nicht selbstverständlich“

Veröffentlicht am: 27.01.2018 - 10:30 Uhr

Bitten zu Tisch: Schwester Liane Neus (links) und Schwester Nicole Trumpetter aus der Schwesternschaft des Friederikenstifts helfen ehrenamtlich. Foto: Marcel Domeier

Altersarmut, Obdachlosigkeit, Hartz 4: Viele Menschen haben zum Leben gerade das Nötigste – und teilweise nicht mal das. „Eine warme Mahlzeit am Tag ist auch in Hannover nicht selbstverständlich – leider“, sagt Pastor Dr. Friedrich Ley, Theologischer Direktor der DIAKOVERE Krankenhäuser Annastift, Friederikenstift und Henriettenstift sowie Vorstand der Schwesternschaft des Ev. Diakoniewerks Friederikenstift.

Um die spezielle Situation dieser Personengruppen und das damit verbundene ehrenamtliche Engagement von Hilfsorganisationen wie der Ökumenischen Essenausgabe in den Fokus zu nehmen, hat die Schwesternschaft am Sonnabend Bedürftige zu einem Mittagessen in den Speisesaal des DIAKOVERE Friederikenstift eingeladen. „Es ist wichtig, diese Menschen nicht aus den Augen zu verlieren. Gleichzeitig wollen wir mit dieser Aktion die Bedeutung der Arbeit in der Ökumenischen Essenausgabe betonen und unseren Respekt und Dank ausdrücken“, sagt Ley.

Die Schwesternschaft lud zum sechsten Mal zu diesem besonderen Mittagessen in ihre Räume. Rund 140 Menschen nahmen das Angebot dankbar an. „Die Schwesternschaft geht auf einen 1840 gegründeten Frauenverein für Armen- und Krankenpflege zurück“, sagt Schwester Sabine Ritter, Referentin der Schwesternschaft. „Sie gestaltet den christlichen Charakter des Hauses. Das geht aber nur, wenn man die Ärmel hochkrempelt.“ Wichtig sei an diesem Tag, dass „die Klienten eine Mahlzeit in Ruhe und stressfrei genießen dürfen“.

Die Ökumenische Essenausgabe ist ein gemeinschaftliches Projekt von Caritas und Diakonie. Es bietet von Dezember bis März in den Räumen der Heilsarmee in der Straße Am Marstall täglich eine kostenlose warme Mahlzeit für Bedürftige an.

 
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