Auf der Intensivstation

Seit Gründung der 1. Intensivstation in der Geschichte der Medizin durch den Anästhesisten Björn Ibsen in Kopenhagen 1954 hat die Intensivmedizin eine rasante Entwicklung durchgemacht und bei der Behandlung schwerkranker Patienten aller Fachrichtungen an Bedeutung gewonnen. Im Gegensatz zu Herrn Ibsen, der seine Patienten über Tage manuell beatmete, zeichnet sich die heutige Intensivmedizin unter anderem durch einen hohen technischen Aufwand aus.

Zur Bündelung der interdisziplinären und interprofessionellen Kompetenz in der Behandlung schwerstkranker Patienten zeigt sich in den letzten Jahren eine allgemeine Tendenz, die intensivmedizinische Behandlung fachübergreifend auf interdisziplinären Intensivstationen durchzuführen. Diesem Trend sind auch wir 2008 gefolgt und haben unsere Intensivstationen zusammengelegt. Seitdem behandeln wir auf unserer interdisziplinären Intensivstation, die unter organisatorischer Leitung der Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin steht, jährlich ca. 1200 Patienten auf 13 Stellplätzen. Vier Plätze hiervon stehen zur Behandlung von Patienten mit internistischen Krankheitsbildern zur Verfügung und werden ärztlich von der Klinik für Innere Medizin betreut.

Neben der intensivmedizinischen Behandlung nach ausgedehnten operativen Eingriffen der Allgemein- und Gefäßchirurgie, Unfallchirurgie, Neurochirurgie, plastischen Chirurgie, Gynäkologie und Urologie, bildet die Versorgung von Patienten mit schweren Infektionen einen Schwerpunkt. Als überregionales Traumazentrum versorgen wir auch regelmäßig Patienten nach schweren Unfällen. Neurologische Patienten, die stark bewußtseinsgetrübt oder beatmungspflichtig sind und Patienten die wegen eines andauernden, medikamentös nicht zu durchbrechenden Krampfanfalls intubiert und künstlich beatmet werden müssen, gehören ebenso zu unserem Versorgungsspektrum. In seltenen Fällen müssen auch Patientinnen nach einer Geburt überwacht werden. Zudem stellt das Reanimationsteam der Intensivstation die Versorgung aller lebensbedrohlichen innerklinischen Notfälle sicher.

Die Behandlung der kritisch kranken Patienten unserer Intensivstation geschieht in enger interdisziplinärer Zusammenarbeit mit allen beteiligten Fachabteilungen des Hauses. Hierbei kommt das gesamte Spektrum moderner und etablierte Überwachungs- und Therapieverfahren zum Einsatz. Soweit möglich, sind die Behandlungsverfahren standardisiert und basieren auf den aktuellen Leitlinien.

Trotz aller moderner Verfahren und technischen Aufwands, halten wir es für wichtig nicht zu vergessen, dass der Mensch im Mittelpunkt unserer Arbeit steht. Hierbei hilft uns die kollegiale Zusammenarbeit im interprofessionellen Team aus Pflegekräften, Ärzten, Physiotherapeuten und Seelsorgern.

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