Schmerzmedizin im Friederikenstift

In Zusammenarbeit mit den Pain Nurses und der jeweiligen Fachdisziplin werden perioperativ angelegte Schmerzkatheter durch die Klinik betreut. Darüber hinaus werden durch den Akutschmerzdienst auch Patienten mit chronischen Schmerzen oder anderen akuten Schmerzen konsiliarisch betreut. Der Akutschmerzdienst der Klinik wurde im Jahre 2012 vom TÜV Rheinland zertifiziert.

 

Was ist Schmerzmedizin? 

Nach der Begriffserklärung der Weltschmerzorganisation (IASP = International Association for the Study of Pain) ist Schmerz ein unangenehmes Sinnes- und Gefühlserlebnis, das mit einer tatsächlichen oder drohenden Gewebeschädigung verknüpft ist, oder mit Begriffen einer solchen Schädigung beschrieben wird. Diese Begriffserklärung ist seit vielen Jahren gültig und beschreibt verschiedene Anteile dessen, was im Erleben von Schmerz Bedeutung hat.

Bei dieser Definition wird u.a. deutlich gemacht, dass nicht nur die primäre Wahrnehmung durch einen „Schmerzrezeptor“ mit dem Schmerzgeschehen zu tun hat, sondern das auch das Gefühlserlebnis bei dem Geschehen wohl eine nicht unbedeutende Rolle spielt.

So kann jeder nachvollziehen, dass Angst, Stress und Schlafdefizit einen negativen Einfluss auf das Schmerzerleben hat. Ganz allgemein gesagt hat die psychische Ausgangssituation eines einen Schmerzreiz erlebenden Menschen eine wesentliche Bedeutung für die letztendliche Empfindung „Schmerz“.

In Kenntnis dieses Sachverhaltes nutzen wir Anästhesisten das Prämedikationsgespräch, um Patienten eventuell vorhandene Ängste im Vorfeld einer Operation zu reduzieren. Dies kann durch eine auf den jeweiligen Patienten abgestimmte Aufklärung sein, aber auch die Medikamente, die der Patient in der Nacht vor der OP erhält, die seinen Schlaf verbessern, und die unmittelbar vor der OP verabreichten Medikamente, die ihm die Angst vor der Narkose und natürlich dem eigentlichen operativen Eingriff nehmen sollen.

In der Therapie chronischer Schmerzen werden im Besonderen die psychologischen Möglichkeiten Schmerzen zu beeinflussen genutzt. Der Mensch wird als bio-psycho-soziale Einheit verstanden und eben so sind hier auch die Einflussmöglichkeiten, Schmerzen zu therapieren.

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