Patientensicherheit

„…there should be no room for complacency when there is more to be done.“

In den letzten Jahrzehnten ist die Anästhesie zunehmend noch sicherer geworden. Dies ist einerseits auf die technischen Verbesserungen in der Anästhesie zurückzuführen, darüber hinaus aber auch auf eine verbesserte Ausbildung und die Tatsache, dass der Aspekt Patientensicherheit in der Anästhesie eine äußerst wichtige Rolle spielt. Trotzdem müssen auch weiterhin alle erdenklichen Maßnahmen getroffen werden, um die Sicherheitsaspekte weiter zu verbessern, denn überall, wo Menschen tätig sind kann es aus den unterschiedlichsten Gründen zu Fehleinschätzungen und auch Fehlern kommen.

Auf diesem Weg hat sich die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv- und Schmerzmedizin das Ziel gesetzt, sämtliche Maßnahmen der "Helsinki Declaration on Patient Safety in Anesthesiology" zeitnah umzusetzen. In dieser Erklärung werden alle Kliniken für Anästhesiologie in Europa u.a. aufgefordert folgende Maßnahmen zur Optimierung der Patientensicherheit zu ergreifen:


Erstellen von klinikspezifischen Verfahrensanweisungen/SOP für folgende sicherheitsrelevante anästhesiologische Aspekte:
  • Präoperative Einschätzung und Vorbereitung der Patienten
  • Regelmäßiger Geräte- und Medikamentencheck
  • Schwieriger Atemweg/Intubation
  • Maligne Hyperthermie
  • Anaphylaxie
  • Toxizität von Lokalanästhetika
  • Massiver Blutverlust
  • Infektionsvermeidung
  • Postoperative Versorgung inklusive Schmerztherapie

Kenntlichmachung von Spritzen mit speziellen farblich kodierten Aufklebern entsprechend der Norm ISO-26825.

Anwendung der WHO „Surgical Safety Checklist“

Beteiligung an Fehlermeldesystemen (CIRS)

Jährliche Erstellung eines Berichtes über die Morbidität und Mortalität der anästhesiologischen Abteilung

Jährliche Erstellung eines Berichtes über die zur Optimierung der Patientensicherheit getroffenen Maßnahmen und deren Ergebnisse.

Teilnahme am Netzwerk Regionalanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesie und Intensivmedizin (DGAI)

weitere Informationen

Während die drei zuletzt genannten Punkte erst am Jahresende bzw. zu Beginn des Jahres erstellt werden können, wurden die Punkte Kenntlichmachung von Spritzen, Einführung der WHO-Checkliste und die Beteiligung an Fehlermeldesystemen (hausintern Riskop und überregional CIRS-AINS) in die Praxis umgesetzt. Die letzten der oben genannten SOP werden gerade fertig gestellt und im hauseigenen Intranet publiziert.

 
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