Minimal-invasive Operationen

"Endoskopie" ist der Überbegriff für die mikroinvasiven Operationstechniken. Dabei ist eines der Spezialinstrumente ein optisches Gerät, mit dessen Hilfe über eine kleine Videokamera die Bilder aus dem Körperinneren mit extremer Vergrößerung auf einem Monitor dargestellt werden, so dass der Operateur mit höchster Präzision arbeiten kann. Das Behandlungsergebnis dieser modernen endoskopischen Methoden lässt sich durch den Einsatz technischer Gewebetrennungsverfahren ergänzen. Die Anwendung dieser Technik gewährleistet eine nahezu blutungsfreie und extrem schonende Form der Präparation. Unerwünschte Begleiterscheinungen lassen sich hiermit weitestgehend vermeiden (z. B. dauerhafte Verwachsungen und Beschwerden).  


Welche Vorteile birgt das laparoskopische (minimal-inasive) Operieren?

Das endoskopische (minimal-invasive) Operieren ist in der Frauenklinik des Friederikenstifts durch Anwendung feinster Spezialinstrumente und eine besonders schonenden Vorgehensweise gekennzeichnet. Hierdurch werden unsere Patientinnen wesentlich weniger belastet und die Rate der Komplikationen und Folgeproblemen auf ein Minimum gesenkt. Mit Hilfe der "Schlüssellochchirurgie" können größere Operationen, die mit Bauchschnitten einhergehen in den meisten Fällen vermieden werden. Damit erübrigt sich ein langwieriger stationärer Aufenthalt. Weiterhin lässt sich die Erholungsphase nach einer ambulanten Operation durch den Einsatz modernster Narkosemittel und -verfahren entscheidend verkürzen. Der Großteil der gynäkologischen Eingriffe kann auf diese Art erfolgen.  


Wie funktioniert eine laparoskopische Operation?

Die Bauchspiegelung erfordert eine Vollnarkose. In der Nabelgrube wird ein kleiner Schnitt von etwa 1 cm Länge gesetzt. Mit einer speziellen Nadel gehen wir in den Bauchraum hinein und füllen diesen mit etwa 3 bis 4 Liter Kohlensäuregas auf. Dadurch hebt sich die Bauchdecken von den darunter liegenden Darmschlingen ab. Es entsteht genügend Übersicht für die anschließende Spiegelung. Als nächstes wird eine 5 - 10 mm dicke Hülse (Trokar) durch den Schnitt in der Nabelgrube in den Bauchraum eingeführt. Mit einem stabförmigen optischen Instrument (Laparoskop), an das eine Lichtquelle angeschlossen ist, lässt sich nun der gesamte Bauchraum betrachten. Unsere Laparoskopien arbeiten mit einer so genannten Videokette, bei der das Bild aus dem Bauchraum über eine Spezialkamera aufgenommen und auf einen Monitor übertragen wird. Durch Vergrößerungseffekte lassen sich auch kleinste Veränderungen auffinden. Der Operateur führt den Eingriff sozusagen auf dem Monitor durch. Dies steigert die Sicherheit und Vielfalt der endoskopischen Eingriffe.

Durch die Spülung des Bauchraumes bei Operationsende lassen sich die sonst häufig beklagten, gasbedingten (Schulter-) Schmerzen auf ein Minimum reduzieren. Erleichternd wirkt hier auch eine krankengymnastische Übung, die wir Ihnen im nachoperativen Verlauf zukommen lassen.

In Abhängigkeit vom Krankheitsbefund bestimmt sich die Dauer einer Bauchspiegelung. Im Durchschnitt liegt sie unter einer Stunde. Größere Befunde bedürfen nicht selten 1 ½ bis 2 Stunden oder mehr. Trotzdem werden Sie sich unter den genannten Begleitmaßnahmen nach der Operation zügig erholen, und kommen deutlich schneller als nach offener Operation wieder auf die Beine und nach Hause.


Vorteile der endoskopischen (minimal-invasiven) Operation

  • Schonende Techniken
  • Organerhaltung (z.B. bei Myomabtragungen)
  • Geringeres Operationsrisiko (z.B. für Infektionen)
  • geringere Komplikationsrate (z.B. von Thrombosen)
  • Kurzer Behandlungsverlauf
  • geringere private oder berufliche Ausfallzeiten
  • Vorteile durch kleine Schnitte: kaum Schmerzen, fast nicht sichtbare Narben etc.
  • Kurze Rekonvaleszenz

Spektrum der endoskopischen Operationen

Diagnostische Bauchspiegelung (Laparoskopie)

Myomentfernung (gebärmuttererhaltende Operationen)

Gebärmutterentfernung per Bauchspiegelung

Gebärmutterspiegelung (Hysteroskopie)

Die Endometriumablation (endoskopische Entfernung der Gebärmutterschleimhaut)

Endoskopische Operationen bei frühen Tumorerkrankungen
(Gebärmutterhalskrebs, Gebärmutterhöhlenkrebs, Borderline-Tumoren der Eierstöcke. Siehe hierzu auch „Gynäkologische Onkologie)


Beratungen zur den genannten Therapieinhalten können Sie unter der Telefonnummer 0511 129 2310 (Gynäkologische Ambulanz)
terminlich vereinbaren.

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