Gebärmutterentfernung per Bauchspiegelung

Die Entfernung der Gebärmutter kann von unterschiedlichen Operationszugängen aus erfolgen. Bei größeren Gebärmuttern erfolgte die Operation bisher durch die Bauchdecken, d.h. durch einen Bauchschnitt (totale abdominale Hysterektomie-TAH). Bei normal großen Organen wird die Gebärmutter durch die Scheide ohne jeden Bauchschnitt entfernt (vaginale Hysterektomie- VH).

Seit einigen Jahren ist die Technik der laparoskopischen Hysterektomie ausgereift. Dabei wird die gesamte Gebärmutter (Gebärmutterkörper plus Gebärmutterhals) oder aber Anteile der Gebärmutter (z.B. suprazervikale Hysterektomie) per Bauchspiegelung entfernt. Beide Formen der laparoskopischen Gebärmutterentfernung sind besonders gewebeschonend und verursachen nur ein Minimum an Schmerzen.

1. totale laparoskopische Hysterektomie (TLH)

Bei der totalen laparoskopischen Hysterektomie wird die gesamte Gebärmutter einschließlich des Gebärmutterhalses per Bauchspiegelung entfernt. Mit Hilfe von schonenden Gewebetrennungs-verfahren (z.B. Ultraschallscheren) wird die Gebärmutter aus den Halteapparaten herausgetrennt und schließlich durch die eröffnete Scheide herausgezogen. Mit dem endoskopischen Nahtverschluss der Scheide wird die Operation beendet.

2. Suprazervikale Hysterektomie (Gebärmutterhals-erhaltende Hysterektomie)

Sollte der Wunsch bestehen, den Gebärmutterhals zu erhalten, kann die Gebärmutter auch oberhalb des Gebärmutterhalses und somit oberhalb des Beckenbodens auf endoskopischem Wege entfernt werden. Die Hauptindikationen für den Eingriff sind fortbestehende Blutungen und Schmerzen während der Periode sowie symptomatische Gebärmuttermutermyome, wenn eine isolierte Entfernung von Myomen nicht möglich oder nicht erwünscht ist. Bei der sogenannten suprazervikalen Hysterektomie wird nur der erkrankte Gebärmutterkörper (verstärkte Blutungen, Myome) entfernt. Der Gebärmutterhals, der in der Regel gesund ist und an dem Bänder ansetzen, die für die Stabilität des gesamten Beckenbodens wichtig sind, bleibt erhalten. Zahlreiche Untersuchungen haben gezeigt, dass dem Gebärmutterhals eine große Bedeutung hinsichtlich späterer Inkontinenzprobleme, dem Erhalt der Beckenbodenstabilität und der sexuellen Empfindungen nach Hysterektomie zukommt. Durch den minimal-invasiven Zugang (laparoskopisch) findet die suprazervikale Hysterektomie eine immer größere Verbreitung.

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