Behandlung von Tumoren des Unterbauches

Einer der onkologischen Schwerpunkte der Frauenklinik des Friederikenstiftes besteht in der Behandlung von bösartigen Tumoren des Unterbauches im Frühstadium sowie in ausgedehnten und weiter fortgeschrittener Fällen, bei denen der Krebs das Ursprungsorgan überschritten hat und bereits auf das Nachbargewebe/Organ übergegangen ist

Wie können wir eine Tumorerkrankung sichern

Der Verdacht auf eine bösartige Erkrankung der Unterbauchorgane muss durch eine Gewebeprobe umgehend abgeklärt werden. Dies erfolgt zum Beispiel durch eine Ausschabung der Gebärmutter oder die direkte Biopsie vom äußeren Muttermund. Tumoren im Bauchraum können im Rahmen der diagnostischen Abklärung radiologisch oder sonographisch gesteuert biopsiert werden. Verschiedenste radiologische Verfahren stehen hier zur Verfügung, beispielsweise die Computertomografie (CT) oder die Kernspintomografie (MRT). 

Zur Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung kann auch eine Blasen-und/oder Darmspiegelung erforderlich sein. Mit all diesen Befunden wird schließlich ein individueller Therapieplan erarbeitet. Die operative Therapie steht in den weitaus meisten Fällen der gynäkologischen Krebserkrankungen an erster Stelle. Dabei ist im individuellen Fall abzuwägen, inwieweit ein gewebeschonendes und organerhaltendes Vorgehen möglich ist, ohne Kompromisse bei den Heilungsaussichten zu machen. 

Zur Beurteilung der lokalen Tumorausbreitung kann auch eine Blasen-und/oder Darmspiegelung erforderlich sein. Mit all diesen Befunden wird schließlich ein individueller Therapieplan erarbeitet. Die operative Therapie steht in den weitaus meisten Fällen der gynäkologischen Krebserkrankungen an erster Stelle. Dabei ist im individuellen Fall abzuwägen, inwieweit ein gewebeschonendes und organerhaltendes Vorgehen möglich ist, ohne Kompromisse bei den Heilungsaussichten zu mache

Warum sind Tumoroperationen manchmal radikal?

Im Hinblick auf das langfristige Überleben ist das wichtigste Ziel der operativen Behandlung von Unterbauchtumoren die vollständige Entfernung des Tumorgewebes.

Dies sieht bei den verschiedenen Krebserkrankungen sehr unterschiedlich aus. So kann es bei einer Tumorerkrankung des Scheideneingangs (Vulvakarzinom) in einem frühen Stadium genügen, den Tumor mit ausreichendem Sicherheitsabstand zu entfernen. Tumoren des Gebärmutterhalses sowie der Gebärmutterhöhle können im Frühstadium minimal-invasiv, d.h. per Bauchspiegelung schonend operiert werden. Das gleiche gilt für sogenannte Borderline-Tumoren der Eierstöcke.

Im fortgeschrittenen Stadium dieser Krebserkrankungen können ausgedehntere Operationen möglicherweise auch mit der Entfernung benachbarter Organe und gleichzeitiger Rekonstruktion (Wiederherstellung der Organfunktion entfernter Nachbarorgane) notwendig sein. In vielen Fällen können durch aufwändige rekonstruktive Operationsverfahren gute funktionelle Ergebnisse erzielt werden.

Was Sie wissen müssen

Operationen bei ausgedehnten und organüberschreitenden Krebserkrankungen stellen umfangreiche Anforderungen an die Qualifikation und Erfahrung aller an der Behandlung beteiligten Ärzte. Ein Team aus erfahrenen und besonders qualifizierten Fachärzten betreut in der Frauenklinik des Friedrikenstiftes die Patientinnen von der Sprechstunde über die Operation bis hin zur Nachsorge. 

Bei ausgedehnten und organüberschreitenden Eingriffen wird die Operation gemeinsam mit speziell ausgebildeten Ärzten der Klinik für Allgemeinchirurgie (Priv.-Doz. Dr. Strey) oder der Klinik für Urologie (Priv.-Doz. Dr. Conrad) geplant und durchgeführt. Wird eine plastische Deckung zum Wundverschluss erforderlich, besteht die Möglichkeit dies in Kooperation mit der Klinik für plastische Chirurgie (Priv.-Doz. Dr. Kopp) sicherzustellen.

Über eine eventuell notwendige Weiterbehandlung nach der Operation entscheidet ein Expertengremium im Rahmen der interdisziplinären Tumorkonferenz der Frauenklinik. Die hier ausgesprochenen Empfehlungen sind Grundlage der Beratung über Folgebehandlungen

Im Einzelnen besteht eine Behandlungsmöglichkeit für folgende Erkrankungen:

  • Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) und Vorstufen
  • Gebärmutterschleimhautkrebs (Endometriumkarzinom)
  • Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom)
  • Scheidenkrebs (Vaginalkarzinom)
  • Schamlippenkrebs (Vulvakarzinom)
  • Brustkrebs (Mammakarzinom) (siehe Brustzentrum)

 

Beratungen zur den genannten Therapieinhalten können Sie unter der Telefonnummer 0511 129 2310 (Gynäkologische Ambulanz) terminlich vereinbaren.

 

 

 
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