Häufige Fragen unserer Patienten


Warum muss ich warten?

Wir arbeiten eng mit dem Friederikenstift und anderen Krankenhäusern sowie niedergelassenen Fachärzten zusammen, deren Aufgabe die Akutversorgung von schwerkranken Patienten ist.

Die Behandlung von Notfällen hat Vorrang. Eine genaue und zeitnahe Diagnosefindung ist die Voraussetzung für eine schnelle Behandlung.

Bei geplanten Untersuchungen kann sich im Einzelfall die erforderliche Untersuchungszeit verlängern. Aus diesen Gründen können wir Sie nicht immer genau an dem vereinbarten Termin untersuchen.

Für entstehende Wartezeiten entschuldigen wir uns!

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Was ist eine nuklearmedizinische Untersuchung?

Bei einer nuklearmedizinischen Untersuchung wird eine leicht radioaktivmarkierte Substanz (Radiopharmakon) in eine Vene gespritzt und anschließend von bestimmten Organen aufgenommen und/oder ausgeschieden. Die hierbei ausgesendeten Strahlen werden mit Hilfe von Kameras aufgenommen (Szintigraphie).

Grundsätzlich unterscheidet man zwei Verfahren:

  • Mit der statischen Methode wird die Verteilung der Radioaktivität im Körper gemessen und abgebildet.
  • Mit der dynamischen Technik sind Aussagen zur Funktion einzelner Organe möglich.  

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Was ist vor einer Untersuchung zu beachten?

Vor einer nuklearmedizinischen Untersuchung sind keine allgemeinen Dinge zu beachten.

Bei speziellen Untersuchungen bestimmter Organe (z. B. Herz, Nieren, Schilddrüse) müssen besondere Vorbereitungen getroffen werden. (siehe: Welche Organe werden untersucht?)

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Was ist eine nuklearmedizinische Behandlung?

Zur nuklearmedizinischen Behandlung werden radioaktive Substanzen mit einer kurzen Reichweite  eingesetzt. Die gezielte Bestrahlung eines Organs wird dadurch möglich (z.B. Schilddrüse, Gelenke oder  Knochenmetastasen).

Wir führen die Behandlung entzündlicher Erkrankungen der Kniegelenke und die Schmerzbehandlung bei Knochenmetastasen durch.  

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Welche Organe werden untersucht?

Knochen

Vorbereitung:keine
Dauer:3 bis 4 Stunden
Ablauf:Injektion des Radiopharmakons
ggf. Frühaufnahmen sofort nach der Injektion
mindestens 2 Stunden Wartezeit
Anfertigung der Knochenaufnahmen
Übersicht:20–30 Minuten (ganzer Körper)
Zielaufnahme:10 Minuten/Körperregion
Besonderheiten:während der Wartezeit müssen Sie ½ bis 1 Liter Wasser trinken und die Harnblase häufig entleeren 
Nach der Untersuchung:Für 24 Stunden möglichst keinen Kontakt zu Kindern und Schwangeren.

 

Schilddrüse

Vorbereitung (Szintigraphie):Die Einnahme folgender Medikamente muss vor der Untersuchung unterbrochen werden:
10 Tage vorher:    T3-Präparate
4 Wochen vorher: T4-Präparate, jodhaltige Röntgenkontrastmittel
Dauer:30 bis 40 Minuten
Ablauf:
Injektion des Radiopharmakons
15 bis 20 Minuten Wartezeit
Anfertigung der Schilddrüsenaufnahme
Zielaufnahme:10 Minuten
ggfs. Blutentnahme oder Ultraschall (Sonographie) der Schilddrüse


Nieren

Vorbereitung:1 Stunde vorher: ½ bis 1 Liter trinken
2 Tage vorher: keine jodhaltige Röntgenkontrastmittel
Dauer:ca. 60 Minuten
Ablauf:
Injektion des Radiopharmakons
Sofortige Anfertigung der Nierenaufnahmen
Dauer:30 Minuten
Blutentnahmen:20 und 30 Minuten nach der Injektion, ggf. Zusatzaufnahmen

 


Lungen

Vorbereitung: keine
Dauer:ca. 60 Minuten
Ablauf:

Einatmen eines leicht radioaktiven Gases zur Darstellung der Belüftung

sofortige Anfertigung der Lungenaufnahmen

Dauer:

20 bis 30 Minuten
Injektion des Radiopharmakons zur Darstellung der Durchblutung

Herz

Vorbereitung:
Folgende Medikamente sollten nach Rücksprache mit dem Herzspezialisten vor der Untersuchung nicht eingenommen werden:
1 bis 2 Tage vorher: Betablocker und Nitrate
Untersuchungstag:

nüchtern
- fetthaltige Mahlzeit mitbringen (z. B.: Käse, Leberwustbrot)
- aktuelles Belastungs-EKG

Dauer:4 bis 5 Stunden
Ablauf:1. Legen einer Verweilkanüle in eine Vene
2. Belastung auf einem Fahrrad
3.Injektion des Radiopharmakons
30-60 Minuten Wartezeit: Essen der fetthaltigen Mahlzeit
4. Anfertigung der Herzaufnahmen, ca. 30 Minuten
5. Messungen ohne Belastung wie 3. bis 4.

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Wer darf nicht untersucht werden?

Bei möglicher oder vorliegender Schwangerschaft darf gemäß der Strahlenschutzverordnung keine nuklearmedizinische Untersuchung durchgeführt werden!  

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Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Bei den von uns verwendeten Substanzen sind keine Nebenwirkungen bekannt.  


Gibt es allergische Reaktionen?

Bei nuklearmedizinischen Untersuchungen treten keine allergischen Reaktionen auf, da nur minimale Substanzmengen eingesetzt werden.  

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Strahle ich nach der Untersuchung und muss ich andere Menschen meiden?

In Abhängigkeit von der jeweiligen Untersuchung  verbleibt ein Anteil der radioaktiven Substanz in Ihrem Körper. Die Strahlung nimmt jedoch  bedingt durch radioaktiven Zerfall und Ausscheidung sehr schnell ab. Die Strahlenbelastung durch eine nuklearmedizinische Untersuchung ist nicht höher als bei einer Röntgenuntersuchung. 

Zu empfehlen ist es, den Kontakt zu Kindern und Schwangeren zwölf Stunden nach der Untersuchung zu minimieren.  

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