Multimodale Schmerztherapie

Im Rahmen einer Multimodalen Schmerztherapie kommt ein interdisziplinär abgestimmter Behandlungsplan unterschiedlicher Ansätze individuell auf den jeweiligen Patienten bezogen zur Anwendung. Hierbei wird das Problem an Hand des biopsychosozialen Schmerzmodells angegangen, um Chonifizierungsprozesse aufzuhalten oder gar umzukehren und mit dem Patienten eine bestmögliche Leistungsfähigkeit und Lebensqualität zu erarbeiten.

Patienten, die zur Multimodalen Schmerztherapie aufgenommen werden sollen, müssen besondere Bedingungen erfüllen. Hierzu gehört, dass sie mindesten 3 der folgenden Merkmale aufweisen müssen:

  • Manifeste oder drohende Beeinträchtigung der Lebensqualität und/oder der Arbeitsfähigkeit
  • Fehlschlag einer vorherigen unimodalen Schmerztherapie, eines schmerzbedingten operativen Eingriffs oder einer Entzugsbehandlung
  • Bestehende(r) Medikamentenabhängigkeit oder –fehlgebrauch 
  • Schmerzunterhaltende psychische Begleiterkrankung 
  • Gravierende somatische Begleiterkrankung

Weitere Wichtige Voraussetzungen für die Teilnahme an der „Multimodalen Schmerztherapie“ sind:

  • befriedigende sprachliche Kenntnisse der deutschen Sprache und intellektuelle Fähigkeiten, um den unterschiedlichen Therapieformen inhaltlich folgen zu können
  • Ausreichende Mobilisationsfähigkeit (u.a. zur Teilnahme Physiotherapie, etc.)

Um die Erfassung von Schmerzen und die Messbarkeit von eventuellen Therapieerfolgen auf eine wissenschaftlich fundierte Basis zu stellen, wird in der Schmerzmedizin mit Schmerzfragebögen gearbeitet. Hierbei stellt der "Deutsche Schmerzfragebogen" der Deutschen Schmerzgesellschaft ein im deutschsprachigen Raum anerkanntes und wissenschaftlich überprüftes Mittel dar.

Deutscher Schmerzfragebogen (Download PDF)

 
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