DIAKOVERE verleiht Bildungspreis 2018: Auszeichnungen gehen an junge Auszubildende in sozialen Berufen

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Die Preisträger 2018, Foto: Marcel Domeier

Am 4. Dezember wurde zum zweiten Mal der DIAKOVERE-Bildungspreis 2018 in den drei Kategorien „Innovation“, „Menschenbild“ und „Gesellschaftliche Relevanz“  verliehen. „Das Engagement von jungen Menschen, die in Zukunft in den sozialen Berufen für uns tätig sind, kann nicht hoch genug geschätzt werden“, so Pastor Uwe Mletzko, Theologischer Geschäftsführer DIAKOVERE.

Vergeben wurden die Preise im Rahmen des DIAKOVERE-Neujahrsempfangs zum Beginn des neuen Kirchenjahrs mit rund 200 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Landeskirche und Diakonie im Atrium des DIAKOVERE Henriettenstift. Mehr als 750 DIAKOVERE-Auszubildende in den Berufen Ergotherapie, Physiotherapie, Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege, Heilerziehungspflege, Operationstechnische Assistenz und Anästhesietechnische Assistenz konnten sich mit besonderen Projekten bewerben.

Den DIAKOVERE-Bildungspreis Gesellschaftliche Relevanz erhalten Roman Cleiman, Afi Ahoefa Hoedanou und Tamar Vardosanidnize aus der Gesundheits- und Krankenpflegeschule. Mit dem Projekt „Let’s learn“ haben die drei Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund vor dem Hintergrund ihrer eigenen Erfahrungen ein Mentorenprogramm ins Leben gerufen, dass Schülerinnen und Schülern, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, den Start in die theoretische Pflegeausbildung erleichtert. „Das Projekt leistet gerade auch in Hinblick auf den Pflegenotstand einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Menschen aus anderen Kulturen.“, erklärte Laudatorin Marianne Neuendorff, ehemals Head of Corporate Human Resources bei Bahlsen und Mitglied im Stiftungsrat der Diakovere-Stiftung.

Das Thema Interkulturalität spielt auch für das ausgezeichnete Projekt in der Kategorie Menschenbild eine zentrale Rolle. Der DIAKOVERE-Bildungspreis Menschenbild geht an den Kurs 10/16 der Berufsfachschule Altenpflege. Die Schülerinnen und Schüler des Kurses kommen aus 17 verschiedenen Nationen. Mit einem Markt der Kulturen haben die Schülerinnen einen Wissenspool und eine Plattform für interkulturelles Lernen geschaffen. Die Sozial- und Sportdezernentin der Landeshauptstadt Hannover Konstanze Beckedorf (ebenfalls im Stiftungsrat) betonte, dass es bereits in der Ausbildung ­– insbesondere auch mit dem Blick auf den späteren Beruf ­– wichtig sei, die unterschiedlichen Bedürfnisse von Menschen mit verschiedenen kulturellen Hintergründen zu kennen und anzuerkennen.

Der DIAKOVERE-Bildungspreis in der Kategorie Innovation geht an die angehenden Gesundheits- und Krankenpflegerinnen Katharina Klotz, Selda Pur Alinaghi Asadi, Yendoukoa Douti, Djamila Al Khalaf, Nurudeen Mohammed Nsobila und Sujita Tamang (Kurs 4/18). Die sechs Schülerinnen und Schüler haben die traditionsreiche Geschichte der drei Diakovere-Krankenhäuser Annastift, Friederikenstift und Henriettenstift in einem Rap gelungen dargestellt und das Publikum bei der Preisverleihung begeistert. „Den Schülerinnen und Schülern ist das Experiment gelungen, Traditionen kreativ, anschaulich und leicht verständlich zu präsentieren.“, erklärte Laudatorin Oberin Schwester Susanne Sorban.

Einen Sonderpreis vergab die Jury für das Projekt „Ran an den Spaten – gelebte Inklusion im Schrebergarten“. Die Heilerziehungspflegeschülerinnen Lena Behrens, Christina Bock und Ann-Katrin Lachnit haben in Zusammenarbeit mit der Tagesförderstätte „Werte e.V.“ und Menschen mit psychischen Erkrankungen aus einem heruntergekommenen Schrebergarten eine inklusive Begegnungsstätte geschaffen, deren nachhaltiges Konzept überzeugt.

Pastor Uwe Mletzko: „Das Thema Bildung steht bei DIAKOVERE weit oben auf der Agenda und diese jungen Menschen und alle weiteren Bewerber um die Preise zeigen schon während Ihrer Ausbildung auf besondere Weise, wie kreativ und engagiert sie sind.“ Der DIAKOVERE Bildungspreis wird jährlich verliehen.

 
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