Hebammen werden spürbar entlastet

Veröffentlicht am:

Die DIAKOVERE Krankenhaus gGmbH ist bei der nachhaltigen Verbesserung der Arbeitsbedingungen in seinen Geburtskliniken am Standort Friederikenstift und Henriettenstift mit dem Perinatalzentrum Hannover am Freitag einen wichtigen Schritt vorangekommen. Gemeinsam mit der Dienstleistungsgewerkschaft Ver.di, der Mitarbeitervertretung und Vertreterinnen beider Hebammenteams einigte sich die Geschäftsführung auf ein Maßnahmenpaket zur Verringerung und Begrenzung der Belastung der DIAKOVERE-Hebammen. Alle Beteiligten des runden Tisches zeigten sich mit den ersten konkreten Ergebnissen zufrieden und unterstrichen ihre Bereitschaft, weiter konstruktiv an der Bewältigung der angespannten Situation mitzuwirken.

Im Kern der Vereinbarungen steht dabei eine spürbare Personalaufstockung von insgesamt acht Hebammen, beginnend am 1. Oktober, sowie ein neues gemeinsames Teamkonzept zur Vereinheitlichung der Kreißsaalorganisation. DIAKOVERE sichert ab Januar 2017 einen Personalbestand in beiden Kreißsälen zu, der weit über den von den Kostenträgern refinanzierten 32 Stellen hinausgeht. An beiden Standorten werden dann pro Schicht jeweils drei Hebammen im Dienst sein.

Zur sofortigen Arbeitsentlastung der Hebammen trägt eine für drei Monate anberaumte Einschränkung des Nachtdienstes im Friederikenstift bei. Der Kreißsaal wird vom 4. Oktober an in der Nacht für Schwangere abgemeldet. In diesem Zeitraum wird die Nachtschicht mit einer Hebamme und einem kompletten Ärzteteam besetzt, so dass alle bereits in der Geburtsklinik liegenden Schwangeren geburtshilflich zuverlässig versorgt werden. Zusätzlich nachts eintreffende Schwangere werden bis zum Jahresende in einem sicherem Verfahren und in Abstimmung mit der Rettungsleitstelle Hannover in erster Linie zum Henriettenstift weitergeleitet. Hebammenteam, Geschäftsführung, Mitarbeitervertretung und Ver.di einigten sich darauf, für diese Übergangsregelung bis zum kommenden Wochenende gemeinsam einen Maßnahmenkatalog auszuarbeiten.

Der in der vergangenen Woche erarbeitete Kompromiss zur Sicherung der Dienstplanung an beiden Standorten wird durch das gemeinsame Hebammenteam bis einschließlich 3. Oktober weiter geregelt.

Bestätigt wurde auch das neue Team-Konzept in Vorbereitung auf das gemeinsame Mutter-Kind-Zentrum. Damit ist ein wichtiger Schritt zum Zusammenwachsen der bisher hausbezogenen Teams gelungen und dient schon der Vorbereitung auf die Zusammenlegung beider DIAKOVERE-Geburtskliniken zu einem Mutter-Kind-Zentrum am Standort Bult.

Die Geschäftsführung unterstreicht, dass alle Hebammen und die weiteren Mitarbeiterinnen der Geburtsklinik unverzichtbare und wertvolle Arbeit leisten, in einer Zeit, in der sich die Lage der Geburtskliniken bundesweit verschärft hat.

Im Friederikenstift und Henriettenstift sind allein 2015 gegenüber dem Vorjahr mehr als 400 Geburten mehr registriert worden. Die Gesamtgeburtenzahl in DIAKOVERE betrug 4.100. Die DIAKOVERE-Geburtskliniken verzeichnen damit in Norddeutschland die meisten Geburten. Bundesweit hat DIAKOVERE die zweitgrößte Geburtsklinik.

 
zu unseren Spendenprojekten