Perkutane Vertebroplastie

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Wirbelbrüche stellen vor allem bei älteren und alten Patienten mit Knochenentkalkung (Osteoporose) ein großes Problem dar. Langanhaltende Schmerzen zwingen oft zu wochenlanger Bettruhe sowie zur Einnahme sehr starker Schmerzmittel, bis der Bruch ausgeheilt ist. Zur Stabilisierung und Schmerzlinderung kann heute die Injektion eines sogenannten Knochenzementes in den erkrankten Wirbelkörper in vielen Fällen helfen, dass der Patient das Krankenhaus rasch verlassen kann und seinen normalen Aktivitäten wieder nachgehen kann. Auch bei Tumorbefall von Wirbeln kann eine solche Behandlung sinnvoll sein, meist jedoch in Kombination mit anderen Maßnahmen (z.B. Nestrahlung, Chemotherapie etc.)

Die Methode heißt "Vertebroplastie" und beinhaltet eine exakt gezielte Injektion des Knochenzementes. Der Eingriff wird unter CT-Kontrolle durchgeführt. Eine Spezialnadel, durch die anschließend der Knochenzement eingebracht werden kann, wird exakt im Wirbelkörper platziert. Nach Injektion des Zementes härtet dieser in Minutenschnelle zu einer knochenfesten Substanz aus. Meist ist die Schmerzlinderung schon nach einem Tag spürbar.

Bildlegende:

a. Prinzip der Vertebroplastie. Mit einer Spezialnadel wird der erkrankte Wirbelkörper unter CT-Kontrolle punktiert. Anschließend wird Knochenzement eingespritzt.  
b. Abschlußbild nach Vertebroplastie. Der Knochenzement (hellweiß) ist ausgehärtet und unterstützt die Stabilität des Wirbels.
 

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