Qualitätssicherung in unserer Klinik

"Prüfet alles und behaltet das Gute!"
Paulus, 1. Thess., Kap. 5., Vers 21

Grundlagen der Qualitätssicherung

Die Sicherung der Qualität eigener Arbeit ist ein wichtiger Bestandteil der ärztlichen Berufsausübung.

Ziele der Qualitätssicherung

Verbesserung der Patientenversorgung, d.h. mit Hilfe der Qualitätssicherung sollen alle Mitarbeiter des Krankenhauses Informationen über die Qualität der erbrachten Leistungen erhalten und dadurch in die Lage versetzt werden Defizite systematisch zu erkennen und auszuschalten
Effiziente und effektive Leistungserbringung, d.h. das Zusammenspiel aller Leistungserbringer im Krankenhaus muss optimiert werden

Interne und externe Qualitätssicherung

Interne Qualitätssicherung:

unter interner Qualitätssicherung versteht man die Sicherstellung einer hohen Leistungsqualität innerhalb der Strukturen eines Krankenhauses. Die Ergebnisse dienen der Selbstkontrolle und können, auf freiwilliger Basis, zu Vergleichen mit anderen Krankenhäusern oder innerhalb des Hauses herangezogen werden. In unserer Klinik beinhaltet dies:

  • Tägliche Gefäßkonferenz
  • Tägliche Stationsvisiten
  • Wöchentliche Oberarztvisiten
  • Wöchentliche Chefarztvisiten
  • Konsiliaruntersuchungen
  • Monatliche Komplikationskonferenzen
  • Monatliche Pathologiekonferenzen
  • Erstellung von Infektionsstatistiken
  • Fort- und Weiterbildung
  • Entwicklung von Behandlungsstandards
  • Entwicklung von Therapieabläufen
  • Kontrolle der Patientenzufriedenheit und deren Lebensqualität

Externe Qualitätssicherung:

unter externer Qualitätssicherung versteht man die Evaluation der Qualität des Krankenhauses durch externe Institutionen anhand anonymisierter Daten. In einem zwischenbetrieblichen Vergleich wird anhand von Indikatoren gemessen, ob und inwieweit einzelne Krankenhäuser Standards erreichen.

Wir nehmen regelmäßig an externen Qualitätssicherungsmaßnahmen der Fachgesellschaften und der Projektgeschäftsstelle Qualitätssicherung der Niedersächsischen Krankenhausgesellschaften teil.

Dies betrifft speziell:

  • Eingriffe an der Halsschlagader (Carotisdesobliteration)
  • Therapie des Bauchaortenaneurysmas
  • Perkutane Angioplastien (PTA)
  • Erfassung nosokomialer Krankenhausinfektionen

Entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen nach § 137 SGB V, sind ab 2005 die Ergebnisse des Qualitätsberichtes des DIAKOVERE Henriettenstifts im Internet verfügbar.  
Download

In der täglichen Routine orientieren wir uns an den Leitlinien zur gefäßchirurgischen Versorgung, herausgegeben vom Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie, sowie an den Leitlinien der übrigen Fachgesellschaften im Rahmen des hiesigen Gefäßzentrums.

Thesen der Ärzteschaft zur medizinischen Qualitätssicherung und Qualitätsverbesserung

Qualitätssicherung ...

  • ...ist seit jeher eine der ärztlichen Berufsausübung immanente gemeinschaftliche Aufgabe der Ärzteschaft

  • ...umfasst alle Bereiche ärztlicher Berufsausübung und muss im Sinne eines Qualitätssicherungsmanagements in gleicher Weise in allen Versorgungsbereichen durchgeführt werden

  • ...dient ausschließlich der Sicherung und Verbesserung der Patientenversorgung und ist daher kein Selbstzweck

  • ...bedient sich problemadäquater Methoden.

  • ...bedarf bei uneingeschränkter Wahrung des Patientengeheimnisses des Vertrauensschutzes. Dabei gilt der Grundsatz: Selbstkontrolle vor Fremdkontrolle.

  • ...setzt valide Daten und enge Kooperation aller Beteiligten voraus.

  • ...ist nicht vorrangig Forschung, sondern ein zielorientierter, innovativer fortdauernder und interdisziplinärer Prozess in allen medizinischen Versorgungsbereichen. Sie bedient sich wissenschaftlicher Methoden zur Entwicklung und Evaluation geeigneter Maßnahmen zur Anwendung in Praxis und Klinik.

  • ...darf nicht mit Maßnahmen zur Verbesserung der Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen verwechselt werden, auch wenn mit den Methoden der Qualitätssicherung eine Verbesserung der Wirtschaftlichkeit erreicht werden kann.

  • ...bedarf angemessener personeller und organisatorischer Strukturen. Diese sind mit Kosten verbunden. Für den finanziellen Mehraufwand der den Teilnehmern an Qualitätssicherungsmaßnahmen entsteht, sind zusätzliche notwendige Finanzierungsmittel bereitzustellen.

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