Kolon- und Rektum-Chirurgie

Hauptindikationen zur Entfernung von Kolonabschnitten sind das Vorliegen gutartiger und bösartiger Tumore oder aber die Divertikelerkrankung. Die Entfernung des entsprechenden Darmabschnitts erfolgt in unserer Klinik nach Möglichkeit laparoskopisch, d.h. mit einer Bauchspiegelung. Der Vorteil dieser Operationstechnik besteht in kleineren, ästhetisch unauffälligeren Narben und einer deutlich kürzeren Erholungsphase bei ebenso guten Ergebnissen wie bei der offenen Chirurgie.

Nur bei selteneren, chronisch entzündlichen (z.B. Colitis ulcerosa) oder vererbten Darmerkrankungen (z.B. Polyposis intestini) kann die vollständige Entfernung des Dickdarmes notwendig sein. Bei der Rekonstruktion der Darmpassage wird hierbei in der Regel ein´Pouch-Reservoir´ angelegt.

Selbstverständlich versuchen wir die Anlage eines künstlichen Darmausganges zu vermeiden. Dennoch lässt sich diese Absicht, abhängig von der zugrunde liegenden Erkrankung, nicht immer gewährleisten. In vielen Fällen kann ein künstlicher Darmausgang aber nach absehbarer Zeit durch einen kleinen operativen Eingriff wieder zurückverlagert werden.

Im Falle des Vorliegens von Darmkrebs wird jeder betroffene Patient in unserer interdisziplinären Tumorkonferenz erörtert und Behandlungsstrategien auf Basis der aktuellen Leitlinien festgelegt. Auf diese Weise kann für jeden Patienten das individuell beste Behandlungskonzept erarbeitet werden.

Die individuelle Therapieplanung kann verständlicherweise erst in Kenntnis aller Untersuchungsergebnisse erfolgen. Hierfür bieten wir unseren Patienten eine Indikationssprechstunde an, in der ein Ober- oder Facharzt die Befunde sowie Chancen und Risiken einer Operation ausführlich und verständlich erklärt. Alle aufkommenden Fragen werden dabei beantwortet, ggf. sind mehrere Vorstellungen auch unter Einbeziehung von Angehörigen sinnvoll.

 

 zurück

 
zu unseren Spendenprojekten