Wann ist eine Untersuchung mit Röntgenstrahlen indiziert?

Röntgenstrahlen haben die Medizin revolutioniert. Moderne Diagnostik- und Therapieverfahren sind ohne radiologische Untersuchungen in vielen Bereichen nicht denkbar. Bei fachkundigem Einsatz überwiegt der Nutzen das Risiko ohne jeden Zweifel. Fachkundiger Einsatz von Röntgenstrahlen zur Diagnostik heißt aber auch: Es muss immer eine sogenannte 'rechtfertigende Indikation' bestehen, der zu erwartende Nutzen muss das Risiko unter Berücksichtigung der Fragestellung überwiegen. Das heißt auch, das andere bildgebende Verfahren, die ohne ionisierende Strahlen auskommen (also vor allem Sonographie und MRT), entweder schon eingesetzt wurden oder im konkreten Fall nicht so Erfolg versprechend sind wie Röntgenuntersuchung oder CT.

Die Strahlenschutzkommission des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat unter fachkundiger ärztlicher Leitung eine Orientierungshilfe für die Indikationsstellung zu radiologischen und nuklearmedizinischen Untersuchungen publiziert. Diese Empfehlungen helfen Nicht-Radiologen und Radiologen, die richtige bildgebende Untersuchung bei den häufigsten Fragestellungen auszuwählen. Die Orientierungshilfe liegt seit Ende 2009 in 2.Auflage vor, Sie können sie hier herunterladen: Download

Natürlich sind dies Empfehlungen, die weder den Charakter einer Leitlinie noch einer verbindlichen Richtlinie haben. Inbesondere ersetzen sie nicht die klinische Abstimmung mit den fachkundigen Radiologen. Sprechen Sie uns an, wenn Sie unsicher sind, welche Methode im Einzelfall die richtige und am wenigsten strahlenintensive Untersuchung darstellt!

 
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