Ballon-Erweiterung (PTA)

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Verengungen von Blutgefäßen (meist Arterien) entstehen überwiegend durch Ablagerungen im Rahmen der sogenannten Arteriosklerose. Ursachen hierfür sind am häufigsten die Risikofaktoren "Rauchen", "hoher Blutdruck" und "Blutfettspiegelerhöhung". Zusätzlich spielen der Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und, allerdings seltener als angenommen, genetische Risiken eine Rolle.

Die Arteriosklerose ist eine chronische Erkrankung, die über Jahre symptomfrei bleiben kann. Bei vielen Patienten führt sie bei geringer Ausprägung nie zu Beschwerden. Haben sich Ablagerungen und Verkalkungen in den Arterien gebildet, können daraus Verengungen der Gefäße entstehen, die zu erheblichen Durchblutungsstörungen führen können. Je nach betroffener Arterie können sehr unterschiedliche Erkrankungen resultieren: zum Beispiel Schaufensterkrankheit und Raucherbein bei Befall der Beinarterien, Schlaganfall bei Befall der Hals- und Hirnarterien oder Angina pectoris und Herzinfarkt bei Befall der Herzkranzarterien.

Seit mehr als 20 Jahren ist die Technik der Ballonerweiterung (Perkutane transluminale Angioplastie, PTA) immer weiter verfeinert und verbessert worden. Mittels miniaturisierter Katheter (1-2 mm dick) lassen sich fast alle Verengungen erreichen. Mit hohem Druck (bis 20 atm) werden Ablagerungen und Verkalkungen in die Gefäßwand gedrückt, damit das Blut besser fließen kann. Allerdings kann damit keine Heilung von der Arteriosklerose erreicht werden, der Radiologe macht nur "das Rohr frei". Verengungen können nach Monaten oder Jahren erneut entstehen, und die Arteriosklerose kann fortschreiten, wenn die Risikofaktoren nicht radikal bekämpft werden.

Aus diesem Grund benötigen Patienten mit Arteriosklerose ein umfassendes Therapiekonzept, das durch ein Team aus Radiologen, Gefäßchirurgen und Internisten in unserem Gefäßzentrum individuell auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt wird. Hierzu gehören eine gesunde Lebensweise, Behandlung von Bluthochdruck, Diabetes und Fettstoffwechselstörung sowie ein gezieltes Training. Nach einer Ballonerweiterung muss der Patient eine medikamentöse Behandlung möglichst lebenslang erhalten, mit der die Verklumpung der Blutplättchen reduziert wird (zum Beispiel ASS Acetylsalizylsäure100 mg pro Tag).

 

 

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