Was ist ein Port und wofür wird er benötigt?

Die Implantation eines Portsystems kann bei verschiedenen Erkrankungen, bei denen langfristig ein intravenöser Zugang benötigt wird, erforderlich sein. Ein System, das einen kontinuierlichen Zugang ermöglicht, kann hierbei die Lebensqualität für den Patienten/die Patientin entscheidend erhöhen.

Die Gründe für eine Portimplantation können unterschiedlich sein. Allgemein kann ein Portsystem für die Verabreichung von Arzneimitteln (u.a. Chemotherapie), Transfusionen, Ernährung und in Einzelfällen auch Blutentnahmen genutzt werden.

Eine Portimplantation sollte frühestmöglich bei noch gutem Allgemeinzustand erfolgen, wenn auch die Blutgefäße noch in einem guten Zustand sind. Der Port hilft, das Gefäßsystem möglichst gesund zu halten, was für den Krankheitsverlauf und das Wohlbefinden von enormer Wichtigkeit sind.

Verschiedene Implantationswege von Portsystemen

Die Implantation kann in Lokalanästhesie (Standardverfahren) oder Vollnarkose erfolgen. Es gibt mehrere Zugangsmöglichkeiten, so dass, sollte ein Blutgefäß nicht die erforderliche Qualität aufweisen, auf ein anderes Blutgefäß ausgewichen werden kann.

Röntgenbild nach Portimplantation

Die von uns implantierten Ports sind CT geeignet, das heißt, dass diese auch für die Gabe von Kontrastmittel im Rahmen von CT-Untersuchungen zugelassen sind.

Bislang wird bei der Portimplantation immer eine Röntgenaufnahme zur Lagekontrolle angefertigt. In unserer Klinik implantieren wir neuere Portsysteme, die mittels EKG-Kontrolle implantiert werden. Dadurch müssen wir nur in Einzelfällen röntgen, was die Strahlenbelastung senkt.

Unsere Patienten erhalten bei Entlassung einen Portpass, in dem wichtige Informationen für nachbehandelnde Ärzte enthalten sind. Diesen sollte der Patient/die Patientin immer bei sich führen, bzw. sollte dieser als Kopie in der Pflegedokumentation hinterlegt sein.

Auch können Patienten ein Porttagebuch führen, in dem sämtliche wichtigen Portinformationen hinterlegt sind. In dieses wird jede Behandlung mit allen relevanten Informationen eingetragen. Dadurch haben sowohl der Patient/die Patientin als auch die behandelnden Ärzte/Ärztinnen und Pflegekräfte die Möglichkeit zur detaillierten Therapieüberwachung

 
zu unseren Spendenprojekten