Mit einer feierlichen Veranstaltung wurde am 4. Juni der Eingangsbereich des Friederikenstifts offiziell in „Dercum Foyer“ umbenannt. Die Namensgebung würdigt das Ehepaar Gisela und Dr. Adolf Dercum, das dem Friederikenstift über viele Jahrzehnte eng verbunden war und dessen Vermächtnis bis heute wirkt.
An der offiziellen Umbenennung nahmen zahlreiche Vertreter*innen von DIAKOVERE teil, darunter die Geschäftsführer Stefan David und Prof. Dr. Thomas Moesta sowie Mitglieder des Direktoriums. Gemeinsam erinnerten sie an zwei Persönlichkeiten, die das Friederikenstift auf unterschiedliche Weise geprägt haben.
Dr. Adolf Dercum war bis 1973 Chefarzt des Friederikenstifts. Für seine medizinischen Verdienste wurde er unter anderem mit der Ernst-von-Bergmann-Plakette sowie dem Großen Verdienstkreuz des Niedersächsischen Verdienstordens ausgezeichnet. Seine Ehefrau Gisela Dercum galt als weltoffene, sozial engagierte und philanthropische Persönlichkeit. Ihre besondere Verbundenheit mit dem Friederikenstift zeigte sich darin, dass sie das Haus als Erben einsetzte.
Aus dem Nachlass des Ehepaars konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Projekte unterstützt werden. Einen besonderen Stellenwert nimmt dabei die Förderung der Hospiz- und Palliativarbeit ein. So flossen rund zwei Millionen Euro in die Einrichtung des Tageshospizes und damit in ein Angebot, das schwerkranken Menschen und ihren Angehörigen wertvolle Unterstützung bietet.
Die Umbenennung des Foyers ist deshalb weit mehr als eine neue Bezeichnung für einen zentralen Ort des Hauses. Sie ist ein sichtbares Zeichen der Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber zwei Menschen, deren Engagement und Großzügigkeit bis heute spürbar sind.
Besonders gefreut haben sich die Gastgeber*innen über die Teilnahme von Sabine Antonischki, einer früheren Freundin von Gisela Dercum. Ihre Anwesenheit verlieh der Veranstaltung eine persönliche Note und machte deutlich, dass hinter dem Vermächtnis des Ehepaars auch viele persönliche Erinnerungen stehen.
Das Dercum Foyer heißt künftig Mitarbeitende, Patient*innen, Angehörige, Besucher*innen und Partner*innen willkommen. Zugleich erinnert es täglich daran, wie wichtig Vertrauen, Verbundenheit und gesellschaftliches Engagement für das gemeinsame Wirken im Gesundheits- und Sozialwesen sind.
