Orthopädie verbindet Hannover und Hanoi: DIAKOVERE Annastift startet neue Kooperation

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Gemeinsam Wissen teilen und Versorgung weiterentwickeln: Das DIAKOVERE Annastift Krankenhaus und das Militärzentralkrankenhaus 108 aus Vietnam bauen ihre Zusammenarbeit in der orthopädischen Traumatologie aus. Im Fokus stehen klinischer Austausch, Weiterbildung und gemeinsame Forschung.

Das Zentrale Militärkrankenhaus 108 in Hanoi verbindet medizinische Versorgung mit Ausbildung und Forschung. Eine Delegation des Krankenhauses war nun zu Gast in Hannover, um sich über die Arbeit im DIAKOVERE Annastift Krankenhaus und in den angeschlossenen Forschungsstrukturen zu informieren und die künftige Zusammenarbeit konkret zu vereinbaren.

Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen drei Bereiche: die klinische Beratung bei schwierigen und komplexen Fällen, die postgraduale Aus- und Weiterbildung sowie gemeinsame wissenschaftliche Projekte. Im Mittelpunkt der Zusammenarbeit stehen drei Bereiche: die klinische Beratung bei schwierigen und komplexen Fällen, die postgraduale Aus- und Weiterbildung sowie gemeinsame wissenschaftliche Projekte. Geplant sind unter anderem regelmäßige Online-Konsultationen, gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen, klinische Studien und internationale Publikationen.

Prof. Dr. Henning Windhagen, Direktor des DIAKOVERE Annastift Krankenhauses, begrüßte die geplante Zusammenarbeit und sprach sich dafür aus, zunächst konkrete Schwerpunkte festzulegen. Wichtig seien klar definierte Ziele, feste Ansprechpartner*innen und ein verlässlicher Fahrplan für gemeinsame Projekte.

„Internationale Zusammenarbeit lebt davon, dass aus guten Ideen konkrete gemeinsame Vorhaben entstehen. Mit klaren Schwerpunkten, regelmäßigem fachlichem Austausch und persönlichen Kontakten schaffen wir dafür eine gute Grundlage“, so Windhagen.

Austausch zwischen Klinik, Forschung und Weiterbildung

Die vietnamesische Delegation erhielt bei ihrem Besuch in Hannover Einblicke in verschiedene Bereiche des DIAKOVERE Annastift Krankenhauses und der angeschlossenen Forschungsstrukturen. Im Labor für Biomechanik und Biomaterialien informierten sich die Gäste über aktuelle Forschungsprojekte und moderne Verfahren zur Analyse und Simulation von Bewegungsabläufen. Vorgestellt wurden unter anderem Ganganalyseverfahren, Prüfverfahren für künstliche Gelenke sowie biomechanische Forschungssysteme.

Auch die Kinderorthopädie präsentierte ihre Arbeit. Dabei ging es unter anderem um die Versorgung von Kindern mit Behinderungen und angeborenen Fehlbildungen, das Screening auf Hüftdysplasie sowie computergestützte Verfahren zur Achskorrektur und Gliedmaßenverlängerung. Weitere Themen waren minimalinvasive Operationsverfahren an Fuß und Sprunggelenk sowie der Einsatz von 3D-Druck bei chirurgischen Instrumenten und individuellen Implantaten.

Langfristige Partnerschaft geplant

Generalleutnant Prof. Dr. Le Huu Song, Direktor des Militärzentralkrankenhauses 108, betonte die Bedeutung internationaler Kooperationen für die Weiterentwicklung von medizinischer Versorgung, Forschung und Ausbildung. Ziel sei es, voneinander zu lernen und moderne Behandlungsmethoden weiterzuentwickeln. Die jetzt unterzeichnete Absichtserklärung bildet dafür den formalen Rahmen. Gleichzeitig wurde vereinbart, Ärzt*innen des Militärzentralkrankenhauses 108 künftig stärker in klinische Aktivitäten einzubeziehen.

Die Zusammenarbeit soll schrittweise ausgebaut werden. Ein nächster möglicher Baustein ist der weitere persönliche Austausch: Prof. Dr. Windhagen wurde zur jährlichen wissenschaftlichen Konferenz des Militärzentralkrankenhauses 108 im März 2027 eingeladen.