v.l.n.r. Stefan David, Vorsitzender der Geschäftsführung, Dr. Hans-Ulrich Anke, Vorsitzender des Aufsichtsrats, Prof. Dr. Thomas Moesta, Co-Vorsitzender der Geschäftsführung und Medizinischer Geschäftsführer.

„Wir sind da, wo man uns braucht!“:

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DIAKOVERE stellt Medizinstrategie neu auf: Zwei Säulen, fünf Versorgungspfade, zwei Standorte

DIAKOVERE richtet seine medizinische Versorgung neu aus und gestaltet damit seine Rolle auf dem Gesundheitsmarkt zukunftsweisend. Kern der neuen „Medizinstrategie DIAKOVERE 2035“ ist ein Zwei-Säulen-Modell, organisiert entlang von fünf Versorgungspfaden und einer klaren Standortlogik. Hierfür werden hochmoderne Standorte entwickelt – mit den Schwerpunkten Akut- und Notfallmedizin im Westen und der Langzeitmedizin im Osten der Stadt. „DIAKOVERE stellt weiterhin konsequent den Menschen in den Mittelpunkt – durch unsere neue Medizinstrategie setzen wir innovative überregionale Standards für die beste Versorgung der Menschen in Stadt, Region und weit darüber hinaus “, sagt Dr. Hans-Ulrich Anke, Vorsitzender des Aufsichtsrats. 

Die Medizinstrategie ist der erste und wichtigste Teil einer aktualisierten Konzernstrategie. Sie geht über die gesamte Breite aller Angebote hinaus, die wir als Niedersachsens größtes freigemeinnütziges Sozial- und Gesundheitsunternehmen zur besten Versorgung, Betreuung, Beratung und Begleitung der Menschen haben. Auslöser für innovatives Neu- und Umdenken im Krankenhausbereich sind vor allem veränderte Bedarfe und Wünsche der Patient*innen, demografischer Wandel, Fachkräftemangel und die anstehenden Strukturreformen in der Krankenhauslandschaft auch in der Region – bei zugleich steigenden Erwartungen an koordinierte, digitale und transparente Behandlungswege. DIAKOVERE gestaltet die Herausforderungen mit einer klaren Entwicklungslogik: Erst werden zwei tragende Säulen definiert, daraus leiten sich die Versorgungs-Pfade ab – und danach entwickeln wir standortbezogene Konsequenzen. 

In der ersten Säule bleibt DIAKOVERE als diakonisches Unternehmen wesentlicher Anbieter in Sachen Akut- und Notfallmedizin. Besonders das Friederikenstift übernimmt als städtischer Anker mit seiner vielfältig bewährten Expertise und langjährigen Erfahrung robuste 24/7-Versorgungsketten – von Notaufnahme und Diagnostik über OP und Interventionen bis zur Intensivmedizin.

Für die zweite Säule profitieren die Patient*innen von der breiten Aufstellung des Unternehmens als Komplexanbieter mit der Fülle an Kompetenzen und Erfahrungen aus Annastift und Henriettenstift. Unter dem völlig neuen Dachbegriff „Langzeitmedizin“ bündelt DIAKOVERE die Versorgung für Menschen mit komplexen, chronischen und oft lebenslang prägenden Erkrankungen. So kann DIAKOVERE eine dauerhafte, verlässlich verfügbare, kompetent koordinierende medizinische Heimat bieten, die den Patient*innen zu besserer Betreuung und mehr Lebensqualität verhilft. Hierfür soll ein neues, hochmodernes Krankenhaus im Osten Hannovers neue Standards setzen. Das Konzept hierfür soll bis Ende 2026 mit Land, Region und Stadt entwickelt werden.

„Das Zwei-Säulen-Modell schafft Klarheit: Wir sichern die zeitkritische Akut- und Notfallmedizin – und bauen zugleich eine Langzeitmedizin auf, die Patient*innen über Jahre begleitet. Entlang definierter Pfade verbinden wir Diagnostik, Therapie, Nachsorge und Teilhabe – interdisziplinär, sektorenübergreifend und digital“, erklärt Prof. Dr. Thomas Moesta, Co-Vorsitzender der Geschäftsführung und Medizinischer Geschäftsführer.

„Unsere neue Strategie verbindet medizinische Qualität mit wirtschaftlicher Vernunft. Wenn wir die Schritte konsequent und mit der notwendigen Unterstützung von unseren Mitarbeitenden, dem Land und der Region erhalten, ist das Modell nicht nur erfolgreich, sondert sichert auch langfristig eine gute Versorgung in der Region“, sagt sein Kollege Stefan David, Vorsitzender der Geschäftsführung.

Organisiert wird die Versorgung künftig in fünf klinischen Pfaden: „Notfall- und Trauma“, „Mobilität und Teilhabe“, „onkologische Versorgung“, „Altern im Gleichgewicht“ sowie „Mutter-Kind“. So werden Abteilungsgrenzen überwunden und Behandlungsprozesse von der Akutphase bis zur Nachsorge strukturiert gesteuert.

Digitalisierung, künstliche Intelligenz und Telemedizin sollen die kontinuierliche Betreuung stärken und DIAKOVERE auch landesweit als Referenz für chronische Versorgung positionieren.

Der Aufsichtsrat hat die Geschäftsführung beauftragt, die fachliche Ausgestaltung zu konkretisieren und die Umsetzungsmöglichkeiten zu erörtern; Ergebnisse sollen bis Ende 2026 vorliegen.

Für die Zielarchitektur werden bis 2035 Investitionen von mehr als einer halben Milliarde Euro notwendig; der erste Ausbauschritt liegt bei etwa einer viertel Milliarde Euro. 

DIAKOVERE versteht die Medizinstrategie 2035 als langfristiges Versprechen: „Wir sind da, wo man uns braucht. Die neue Ausrichtung und Architektur unserer Medizin bringt die großen Stärken von DIAKOVERE zum Wohl der Menschen in Stadt, Region und darüber hinaus in optimierter Form zum Zuge: Sie bietet Patient*innen verlässliche Wege, ermöglicht Mitarbeitenden klare Verantwortlichkeiten und eröffnet neue Kooperationen mit Partner*innen entlang der Pfade“, so Aufsichtsratschef Dr. Anke. Ermutigenden Rückenwind geben erste Vorgespräche mit der Politik, da sich unsere Strategie eng an den Zielen der aktuellen Gesundheitsreformen orientiert. Dadurch werden eine langfristige Perspektive und die nötigen Investitionen realistisch.

Pressemitteilung vom 14.01.2026 hier herunterladen