Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

Aktuelles und Termine

- Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie


Komplikationen im Heilverfahren bei Unfallverletzungen

Unfallchirurgen und Landesverband der DGUV bilden gemeinsam fort

Am 14. November hat der Landesverbands Nordwest der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gemeinsam mit den Experten aus der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie eine Fortbildung „Die Ziffer 11 des Verletzungsartenverzeichnisses – Worauf müssen wir achten?“ für die Sachbearbeiterinnen und Sachbearbeiter sowie Reha-Managerinnen und -Manager der Unfallversicherungsträger organisiert. Das Friederikenstift als Tagungsort bot sich an, da die Klinik als eine der wenigen Kliniken in Hannover die Zulassung zum Schwerstverletzungsartenverfahren (SAV) innehat und die klinikinternen Referenten über die geeignete Expertise verfügen. Die Landesverbände der DGUV beteiligen ausschließlich besonders geeignete Krankenhäuser am Schwerstverletzungsartenverfahren.

Im Fokus der Tagung mit mehr als 120 Teilnehmern standen die unter Ziffer 11 aufgeführten Komplikationen, die sowohl innerhalb der ersten vier Monate nach dem Unfall, im weiteren Behandlungsverlauf oder als Spätfolge eines Unfalls auftreten können: Sie haben Auswirkungen auf die Heilverfahrenssteuerung und das Reha-Management der gesetzlichen Unfallversicherungsträger. Oft handelt es sich dabei um Infektionen oder einen Gelenkersatz, der als Folge des Unfalls notwendig wird. Diese sind dann zu jedem Zeitpunkt als SAV-Verletzungen zu behandeln. Daher ist es besonders wichtig, diese rechtzeitig zu erkennen und einzuordnen.

Gemeinsam mit den Ärzten der Klinik und Vertretern des Landesverbandes wurde im Anschluss die Heilverfahrenssteuerung aus Sicht beider Parteien diskutiert. Bei der Heilverfahrenssteuerung wird – in gleicher Weise wie beim Reha-Management – der Verlauf des Heilverfahrens eingeschätzt und das weitere Vorgehen geplant, nach Möglichkeit für die Zeitspanne bis zum Wiedereintritt der Arbeitsfähigkeit.


Alterstraumatologisches Symposium der DIAKOVERE am 28.08.2019

Aufgrund der stetig älter werdenden Bevölkerung sind wir sowohl in der Klinik als auch im ambulanten Versorgungsbereich zunehmend mit einer steigenden Zahl an alterstraumatologischen Patienten konfrontiert. Diese Patienten stellen aufgrund komplexer Frakturmuster und erschwerten Frakturstabilisierung bei osteoporotischer Knochenstruktur, aber auch häufig multiplen Begleiterkrankungen eine besondere Herausforderung in der Versorgung dar. Die interdisziplinäre Zusammenarbeit hat hier einen hohen Stellenwert.

Im Rahmen der Seminarreihe „F.A.M.E – speciality day“ hatte die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im DIAKOVERE Friederikenstift unter der Leitung von Prof. Dr. Helmut Lill zum Themennachmittag „Alterstraumatologie“ eingeladen. Hierfür konnten namenhafte Referenten aus Orthopädie und Unfallchirurgie, Kardiologie und Geriatrie gewonnen werden. Den über 80 Kolleginnen und Kollegen aus Praxis und Klinik wurde bei hochsommerlichen Temperaturen eine bunte Mischung aus Akutversorgung, Therapiestrategien, perioperativen Management und Rehabilitation geboten. 2 Live-Operationen mit Versorgung einer Wirbelkörperfraktur sowie einer proximalen Humerusfraktur habe die Veranstaltung abgerundet.

Das durchwegs positive Feedback der Teilnehmer erfreut das gesamte Team, welches mit hohem Einsatz und Motivation an der Vorbereitung des Kurses mitgewirkt hat. Die beiden Patienten der Live-Operationen sind wohl auf und wir freuen uns darauf, auch nächstes Jahr die Seminarreihe „F.A.M.E – speciality day“ fortzuführen.


6. AOTrauma-Seminar

Beim 6. AO-Trauma-Seminar - Niedersachsen Xtra 4 – standen Frakturen des proximalen Humerus und des Schultergürtels im Fokus.
Neben dem wissenschaftlichen Programm konnten die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer während drei Live-Operationen direkte Einblicke in die Praxis erleben.


13. Hannoveraner Arthroskopie- und Gelenkkurs

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Zwei Tage lang stand auf dem 13. Hannoveraner Arthroskopie- und Gelenkkurs das Schultergelenk im Fokus.

Mit über 540 nationalen und internationalen Teilnehmern, 15 Live-Operationen und Live-Untersuchungen war die Veranstaltung ein Erfolg. Die wissenschaftliche Leitung des Kurses oblag den drei Hannoveraner Spezialisten Prof. Dr. Helmut Lill (DIAKOVERE Friederikenstift), PD Dr. Jens D. Agneskirchner und Prof. Dr. Philipp Lobenhoffer (go:h Gelenkchirurgie Orthopädie Hannover).

Neben den Veranstaltern operierten Prof. Dr. Christian Gerber (Zürich), Dr. Laurent Lafosse (Annecy), M.D. Peter Millet (Vail), Prof. Dr, Markus Scheibel (Berlin/Zürich), Dr. Matthias Flury (Zürich), Prof. Dominik Seybold (Bochum), Prof. Jörg Steinbeck (Münster), Dr. Philippe Valenti (Paris) auch weltbekannte Experten. So erhielten die Teilnehmenden per Liveschaltung Einblicke aus dem Friederikenstift in 4K-Bildtechnologie über Standard-OP-Verfahren bei Frakturversorgungen, Instabilitäten und der Prothesenversorgung als auch in die besonderen High-end-Verfahren durch die Experten. Ebenfalls eine technische Neuerung war, dass gleichzeitig drei HD Kanäle aus dem Friederikenstift Hannover auf das Messegelände übertragen wurden und den Teilnehmenden präsentiert werden konnten. 

Darüber hinaus gab es auch präoperative Live-Untersuchungen. Gern genutzt wurde die Möglichkeit der Live-Diskussion während der Untersuchungen und der Operationen.

Zusätzlich zu den Live Operationen, Live Untersuchungen und Panel Diskussion, hatten die Teilnehmer Gelegenheit durch die insgesamt 23 Aussteller die praktische Erprobung von Techniken und Implantaten durchzuführen.

Die Teilnehmer hat neben der modernen Technik und der Durchführung der Operationen insbesondere auch die Teamarbeit und das sehr gute Miteinander der verschiedenen Berufsgruppen beeindruckt. In jeder Hinsicht eine erfolgreiche Veranstaltung. Die Patienten der Live Operation sind alle wohlauf und die Serie des Hannoveraner Arthroskopie- und Gelenkkurses wird fortgesetzt.


"Führend in Europa"

Der Einsatz von Ellenbogenprothesen ist ein sehr seltener und komplizierter operativer Eingriff. Geschätzt wird er in Norddeutschland nur rund 30-mal im Jahr durchgeführt. Etwa zwei Drittel dieser Operationen verzeichnet allein die Gemeinsame Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie von Prof. Dr. Helmut Lill im DIAKOVERE Friederikenstift in Hannover. Wann macht eine Ellenbogenprothese Sinn? Welchen Einfluss hat sie auf die Lebensqualität der zumeist betagten Patientinnen und Patienten?

"Und dann hat's auch schon gekracht und gescheppert"

Der ganze Ärger begann mit einer Pampelmuse. Ruth Grotefendt muss beinahe lachen,wenn sie an den Unfall denkt. "Wie schusselig ich war", sagt die 88-Jährige. Ende September wollte Grotefendt es sich mit einer Zitrusfrucht auf der Terrasse gemütlich machen. "Ich denke noch: Was bin ich wendig", erinnert sich die alte Dame. "Und dann hat's auch schon gekracht und gescheppert", und Grotefendt lag auf ihrem linken Arm. Schmerzen. Aufgrund der Nähe vom Wohnort Linden zur Calenberger Neustadt landete die rüstige Dame im DIAKOVERE Friederikenstift - und war dort auch fachlich an der richtigen Stelle. "Das Ellenbogengelenk war praktisch zerstört", sagt Prof. Dr. Helmut Lill, Leiter der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie und Ellenbogenspezialist.

Fünf Tage lang trug Grotefendt einen so genannten Fixateur externe, dann setzte Prof. Lill ihr eine Ellenbogenprothese ein. "Das ist ein sehr seltener Eingriff. Wir führen ihn etwa 10 bis 15-mal im Jahr durch – damit sind wir führend in Europa", sagt Lill, der seit mehr als 20 Jahre Erfahrung mit Prothesen dieser Art hat. "Das neue Gelenk fühlt sich gut an. Ich habe keine Last damit", sagt Grotefendt. "Man muss es nehmen wie es kommt."

Ein neues Gelenk bedeutet zurückgewonnene Lebensqualität

Norbert Koch aus Bückeburg (Stadthagen) bekam nur wenige Tage nach Grotefendt das künstliche Gelenk implantiert. Der 62-Jährige war im Januar gefallen. Diagnose: Trümmerbruch des linken Ellenbogens. "Mein erster Chirurg sagte mir, das Gelenk sehe aus wie ein 3-D-Puzzle und hat versucht, es zu rekonstruieren." Das klappte nicht. Die Fragmente wuchsen nicht zusammen, einzelne wurden nekrotisch. Der Alltag war erheblich beeinträchtigt

Schließlich empfahl der Mediziner eine zweite Meinung bei den Experten im Friederikenstift einzuholen und sich gegebenenfalls dort operieren zu lassen. "Mein Körperempfinden hat sich glich nach der OP deutlich verbessert!", sagt Koch. Inzwischen kommt er mit seinen Fingern sogar wieder an den zweiten Knopf seines Hemdes. Das Thema Prothese bedeutete kein Problem: "Wenn alles andere versucht wurde und nur das eine Verbesserung bringt, möchte ich das haben."


F.A.M.E. specialty day : Verletzungen des Ellenbogens – aus der Praxis für die Praxis

Veröffentlicht am: 3.5.2017 - 09:14 Uhr

Am 26. April standen auf dem F.A.M.E. specialty day im DIAKOVERE Friederikenstift Verletzungen des Ellenbogens im Fokus. Mit über 80 Teilnehmern aus ganz Deutschland und zwei Live-Operationen war es ein großer Erfolg. Die wissenschaftliche Leitung des Kurses oblag Dr. med. Alexander Ellwein (DIAKOVERE Friederikenstift) und PD Dr. med. Kilian Wegmann (Universitätsklinikum Köln).

So erhielten die Teilnehmenden im Rahmen der Vorträge mit anschließender Diskussion u.a. Einblicke in die Versorgung von Ellenbogenfrakturen und Instabilitäten am Ellenbogengelenk. Zudem wurden per Liveschaltung aus dem Friederikenstift in 4K-Bildtechnologie zwei Live OPs über die operative Versorgung einer Ellenbogenfraktur und einer Ellenbogensteife übertragen.

Die Live OPs führten Prof. Dr. med. Helmut Lill (DIAKOVERE Friederikenstift) und Prof. Dr. med. Lars-Peter Müller (Universitätsklinikum Köln) durch.

Neben den Live Operationen und Panel Diskussion, hatten die Teilnehmenden Gelegenheit, durch die Aussteller die praktische Anwendung von Techniken und Implantaten zu erproben. 

Die Teilnehmenden zeigten sich sowohl von der moderne Technik als auch der Durchführung der Operationen beeindruckt. Ein besonderes Augenmerk bekam außerdem die Teamarbeit und das sehr gute Miteinander der verschiedenen Berufsgruppen.

Die beiden Patienten der Live-Operation sind alle wohlauf und die Serie des F.A.M.E. specialty day wird fortgesetzt.


 
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