Kostenfreie medizinische Behandlungsplätze für ukrainische Kriegsverletzte

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Die Ukraine erlebt in der vierten Woche Krieg. Über die humanitären Korridore werden nun zunehmend ukrainische Kriegsverletzte mit körperlichen und seelischen Leiden und vielfältigen Verletzungsmustern in Deutschland erwartet. Das Leid dieser Menschen macht die evangelischen Krankenhäuser tief betroffen. Als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine möchten wir uns in der medizinischen Akutversorgung und Stabilisierung kriegsverletzter Patientinnen und Patienten engagieren. Als diakonisches Krankenhaus stehen wir in einer langen Tradition der Nächstenliebe und der Hilfe für Bedürftige, die wir und unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserer täglichen Arbeit leben. DIAKOVERE beteiligt sich an der Aktion des Deutschen Evangelischen Krankenhausverbandes: Mit einem bundesweiten Spendenaufruf an unsere Mitglieder konnte der DEKV 100 kostenfreie medizinische Behandlungsplätze sammeln. Diese Friedensdividende stellen bundesweit 48 evangelische Krankenhäuser und diakonische Komplexträger zur Verfügung. Sie umfasst Behandlungsplätze in den Fachrichtungen Innere Medizin, Chirurgie, Unfallchirurgie, Orthopädie, Traumatologie, Psychiatrie/Psychotherapie sowie Plätze in einer Klinik für Inklusive Medizin.

Die medizinische Versorgung von Geflüchteten aus der Ukraine in Deutschland erfolgt nach dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG). Es ermöglicht die Behandlung akuter Erkrankungen, von Schmerzzuständen, von Schwangeren sowie die Versorgung mit Arznei- und Verbandmitteln. Ergänzend dazu haben Geflüchtete Anspruch auf Schutzimpfungen und Vorsorgeuntersuchungen. Auch eine Psychotherapie ist in medizinisch begründeten Einzelfällen auf dieser Basis möglich. Koordiniert wird die medizinische Versorgung über die Kommunen, in denen die Geflüchteten untergebracht sind, oder über die Krankenkassen, wenn entsprechende Vereinbarungen mit den Bundesländern bestehen. Internationale Hilfeersuche aus der Ukraine und den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union werden vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum (GMLZ) von Bund und Ländern koordiniert. Wir verstehen die Spende unserer Mitglieder als Beitrag zu einer unkomplizierten humanitären Versorgung der vom Krieg schwer getroffenen Menschen aus der Ukraine.

 

Service-Link: Die Stadt Hannover hat unter www.hannover.de/fluechtlinge wichtige Informationen für Geflüchtete aus der Ukraine zusammengefasst.

 
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