Department Fuß- und Sprunggelenkschirurgie

Wir erleben viele unserer Patienten in dem Glauben, dass Fußprobleme eine einfach zu therapierende Angelegenheit sei. Aus unserer langjährigen Erfahrung wissen wir allerdings, dass Schmerzen und Deformitäten am Fuß zu den komplizierten orthopädischen Erkrankungen gehören. 

Die Behandlung verlangt ein Hochmaß an qualifizierten nachhaltigen Konzepten, die ständig an neueste Entwicklungen angepasst sowie deren Leistungsfähigkeit aber auch immer wieder realis-tisch eingeschätzt werden muss. Dem tragen wir mit unserer neuen Klinikstruktur und im Bereich des Fußes mit dem Department der Fuß- und Sprunggelenkschirurgie Rechnung.

Wir haben über drei Jahrzehnte in der Orthopädischen Hochschulklinik im Annastift hochspezialisierte Therapien für Fußerkrankungen entwickelt und blicken auf Erfahrungen mit über 8.000 Fußoperationen. Wir waren maßgeblich an der Entwicklung der Fußchirurgie hin zu gelenkerhaltenden Verfahren beteiligt und bewerten neue Therapieformen in unseren Forschungsabteilungen. Wir entwickeln junge Mediziner zu kompetenten Fußchirurgen und geben unsere Erfahrung in Operationskursen sehr gern weiter. 

Wenn Sie sich über Fußoperationen informieren, werden Sie erfahren, wie umfangreich und individuell die Methoden auf den einzelnen Patienten und dessen Leiden angepasst sind. Unsere Internetseiten zeigen, was sich hinter der modernen Fußchirurgie  verbirgt. Sie können sich über Implantate und Risiken informieren und lernen unsere Abläufe kennen. 

Mit diesem Wissen können Sie das persönliche Gespräch mit Ihrem Arzt so führen, dass Sie sich gut aufgeklärt fühlen. In der klinischen Tätigkeit erleben wir die größtmögliche Zufriedenheit bei den Patienten, die sich optimal auf eine Operation vorbereiten und realistische Erwartungen haben, kompetent operiert werden und sich danach Zeit für die Nachbehandlung nehmen. „Auf einem Bein kann man nicht stehen“ – dieses Sprichwort kennen viele Menschen. „Auf zwei gesunden Füßen lässt es sich besser gehen“ fügen wir hinzu. So ist es unser Bestreben, Ihre Schmerzen zu lindern und Ihre Beweglichkeit zu erhalten.

Wir hoffen, mit dem technischen Repertoire einer spezialisierten Hochschulklinik und der besonderen Krankenfürsorgepflicht der Diakonie Ihre Lebensqualität so positiv wie möglich zu beeinflussen.

Chefärztin

ChefärztinProf. Dr. med. Christina Stukenborg-Colsman
Anmeldung:0511 5354-333
Anmeldung Privatpatienten:0511 5354-242
Telefax:0511 5354-134
E-Mail:fuss.dka@diakovere.de


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Ein aktueller Hinweis für unsere Patienten

Neue Methode zur Behandlung schmerzhafter Sprunggelenke mit dem Ankle Spacer

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Abb. 1: Großer osteochondraler Defekt des Sprungbeins an der Innenseite des oberen Sprunggelenkes (siehe Pfeile). Häufig liegt eine Durchblutungsstörung zugrunde. Die Knorpel- oder/und Knochenstücke sind manchmal lose im Gelenk und können Schmerzen verursachen.

Die Osteochondrosis Dissecans (OD, Osteochondraler Defekt) ist eine Erkrankung des Knorpels und des Knochens des Sprungbeines im oberen Sprunggelenk (Abb. 1). Die häufig bei jungen Menschen auftretende Erkrankung geht mit einer Durchblutungsstörung des Knochens einher und wird im Department für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie im DIAKOVERE Annastift in erster Linie mit einer arthroskopischen Operation zur Stimulation von Knorpelersatzgewebe therapiert.

Bei fortgesetzten Beschwerden oder einer großen Ausdehnung der Erkrankung wird ein offenes Vorgehen mit einer Ausräumung des Defektes, einer Auffüllung mit Eigenknochen und die Überdeckung mit einer Fasermembran durchgeführt. Nicht selten werden im Department für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie im DIAKOVERE Annastift sehr junge Patientinnen und Patienten vorgestellt, die diese Therapien bereits erhielten und trotzdem noch Beschwerden haben. Früher mussten solche Patienten mit ihren Schmerzen leben, erhielten eine Versteifung des oberen Sprunggelenks oder eine Vollprothese. Verständlicherweise bedeutet dies für Patientinnen und Patienten, die häufig unter 30 Jahre alt sind, eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität.

Seit kurzem kann im Annastift solchen Patienten durch ein neuartiges Implantat, dem sogenannten Ankle Spacer (Arthrex, Deutschland) geholfen werden (Abb. 2). Fußspezialist Priv.-Doz. Dr. med. Matthias Lerch hat bereits einigen jungen Patienten erfolgreich einen Ankle Spacer eingesetzt. „Die Patienten waren sehr dankbar als sie hörten, dass es noch eine Alternative zu einer Versteifung oder Vollprothese gibt“, berichtet Lerch. "Wir haben natürlich noch keine Langzeitergebnisse, den operierten Patienten geht es aber bislang gut und die Beschwerden sind bei allen zurückgegangen. Selbstverständlich bleiben wir in engem Kontakt mit den Patienten und beobachten sehr genau, wie sich das Implantat auch in Zukunft auf den Körper auswirken wird.“


Sollten Sie ebenfalls an einer Osteochondrosis Dissecans leiden und sich für neuartige Therapien interessieren, können Sie gerne unter 0511 5354-242 oder 0511 5354-333 einen Termin in unserer Sprechstunde vereinbaren.


 

Abb. 2: Der Arthrex Ankle Spacer beinhaltet eine neue Methode zur Behandlung schmerzhafter Sprunggelenke. Dabei wird die Gleitoberfläche, der Knorpel, unter Erhalt des eigentlichen Gelenks ersetzt. Ziel dieser Methode ist es, die Rückzugsmöglichkeit auf Versteifung oder eine Sprunggelenksprothese zu erhalten und den Zeitpunkt hierfür so weit wie möglich in die Zukunft zu verlagern. Bei der Operation wird die noch vorhandene Knorpelfläche des Sprungbeins entfernt, der Knochen darunter bleibt erhalten und dient dem Implantat als stabiler Untergrund.

©Abbildung 2: Arthrex GmbH | Erwin-Hielscher-Str. 9 | 81249 München

 
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