Gelenkersatz bei Fehlstellungen

Die Ursachen von Deformitäten des Beins sind vielfältig. Sie reicht von fehlgeschlagenen Umstellungsosteotomien über angeborene Abnormitäten, wie die Bogentibia bei Rachitis, bis zu Fehlstellungen nach Unfällen (Abb. 1).

Stoffwechselerkrankungen (z. B. renale Osteopathie), oder ein Morbus Paget sind mögliche Ursachen von Deformitäten. Oft kommt es dann viele Jahre später zu einem sekundären Verschleiß des Kniegelenks der betroffenen Seite (Abb. 1). Die Versorgung des Kniegelenks mit einer Endoprothese ist bei schweren Deformitäten eine Sondersituation. Folglich muss eine Operation auf der Grundlage der gegebenen Voraussetzungen individuell geplant werden. Hochkomplexe Fehlstellungen können ggf. mehrere Operationen nötig machen. In diesen Fällen wird z. B. in der ersten Operation die Fehlstellung korrigiert und in einer zweiten Operation die Endoprothese implantiert (Abb. 2).

Mit Hilfe eines Navigationssystems (Abb. 3 und 4) kann der Operateur die genauen anatomischen Gegebenheiten des Patienten präzise erfassen und anhand dieser registrierten Daten die patientenindividuelle Geometrie des Kniegelenkes wieder herstellen.

 
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