Etwa 7% der Deutschen hat Diabetes: DIAKOVERE klärt auf, berät und motiviert

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Fachberaterin Benita Neubauer und Chefarzt Dr. Peter N. Meier

Laut einer aktuellen Studie des Robert-Koch-Instituts sind in Deutschland 7,2 Prozent der Erwachsenen von der chronischen Stoffwechselerkrankung betroffen – mit steigender Tendenz. Wird Diabetes spät erkannt oder nicht behandelt, können Blutgefäße und Nerven geschädigt werden. Das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Nierenfunktionsstörungen, Erblindung und Amputationen steigt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) rechnet damit, dass Diabetes bis zum Jahr 2030 unter den sieben führenden Todesursachen zu finden sei wird. Wirksame Maßnahmen zur Prävention sind daher besonders wichtig. Im DIAKOVERE Henriettenstift berät Benita Neubauer Patienten, die fürchten, an Diabetes erkrankt zu sein, und diejenigen, die lernen müssen, mit dieser Erkrankung umzugehen – und zu leben. Auch Dr. Peter Meier, Chefarzt der gastroenterologischen Abteilung, ist bestens mit der Thematik vertraut.

Wenn ein Patient die Diagnose „Diabetes Typ 1“ gestellt bekommt, sind die Reaktionen sehr unterschiedlich. Die meisten Patienten kommen wegen einer völlig anderen Krankheit rechnen gar nicht damit. In solchen Fällen ist deren psychologische Betreuung besonders wichtig. „Dann übernehmen wir die oft schwierige Aufgabe, den Patienten aufzuklären“, sagt Fachberaterin Benita Neubauer.

DIAKOVERE übernimmt dann die medikamentöse Einstellung. „Aber ich versuche auch, die mentale Einstellung meiner Patienten zu ändern. Ja, es ist eine Krankheit, die bis ans Lebensende da sein wird. Aber auch ja: Man kann lernen, damit zu leben. Das erfordert oft ein komplettes Umdenken seitens der betroffenen Person.“

Jeder Mensch habe unterschiedliche Lebensumstände, sagt auch Dr. Meier. „Die zu ergründen und die Behandlung darauf abzurichten, wäre rein zeitlich für das Ärzteteam gar nicht möglich. Wir haben ja nur ungefähr zehn Tage Zeit – nämlich die durchschnittliche Zeit, die die Patienten im Krankenhaus verbringen – sie vorzubereiten.“

Neubauer liegen schwangere Frauen besonders am Herzen. Denn wenn bei der Mutter Diabetes festgestellt wird, kann leider auch ihr ungeborenes Kind betroffen sein - bishin zum Risiko einer Fehlgeburt. Es gibt auch andere Herausforderungen, berichtet Dr. Meier: „Wenn ein Patient mit der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs von uns behandelt wird, muss häufig ein Teil dieses Organs entfernt werden. Nur ist leider diese Drüse für die Produktion von körpereigenem Insulin zuständig. Wir heilen das Eine und erzeugen das Andere – da spielen häufig ethische Fragen eine Rolle.“ Aber es gebe auch gute Nachrichten: Die Forschung mache rasende Fortschritte. Heilbar sei die Krankheit aber noch nicht. Aber, so Neubauer: „Wir können den Betroffenen mit Empathie und Erfahrung helfen, mit ihr umzugehen.

Annie Heger ist eine der bekanntesten Entertainerinnen des Nordens, ein nordischer Paradiesvogel. Als Mitglied der LGBTQ-Community mischt die engagierte Christin überall mit – und sich ein. Ob als Sängerin, als Moderatorin großer Live-Shows, als Radiosprecherin der NDR-Kultkolumne „Hör mal 'n beten to!“, als plattdeutsche Buchautorin oder mit gesellschaftskritischem Kabarett: Annie Heger ist seit Jahren fester Bestandteil der deutschen Kulturszene. Sie lebt mit ihrer Lebensgefährtin in Berlin, und sie ist nahezu ununterbrochen beruflich unterwegs. Und sie hat Diabetes Typ 1.

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